Gedanken eines Buchbloggers

Also manchmal sitze ich wirklich hier und beiße in die Tischplatte. Warum? Dieses Gefühl überkommt mich wegen meiner Timeline bei Twitter. Da wird darüber geschrieben, wie sich Blogger untereinander zerfleischen und gegenseitig niedermachen.

Natürlich gibt es immer mal negative Meinungen zu dem eigenen Blog oder in meinem Fall auch dem Radio. Das ist vollkommen normal. Gut, da muss man auch mal ein wenig schlucken und denkt, was willst du eigentlich, es ist nun mal meine Art wie ich etwas mache, aber jeder hat ein Recht auf seine Meinung – und das ist gut so.

Und genau dies sollten ein paar Blogger auch mal denken. Hey, man kann es nicht jedem recht machen. Dieser Versuch macht einen nur kaputt. Es gibt kein allein gültiges Design eines Blogs! Jeder, und damit meine ich wirklich jeden, muss sich den Blog ansehen und sagen o.k. so will ich es haben, und nicht anders.

Warum stellt ihr eigentlich euer Design des Blogs in Frage? Wenn ich etwas lese wie: Wie gefällt euch mein neues Design? Keine 5 Minuten später kommt: „Das alte hat mir besser gefallen.“ 6 Minuten später ist der Blog wieder im alten Design. Und ich sitze dann wieder hier beiße in meine Tischplatte und denke, wenn es dir gefällt dann mach es doch so und nicht anders. Bleib doch bei dem was du fühlst. Wenn du dich nicht mehr 100% wohlfühlst mit deinem Design, dann ändere es. Bleibe bei dem Design, welches dir gefällt, bis es dir nicht mehr gefällt.

Und versucht es nicht mit: „Ich muss anderen gefallen, weil ich ansonsten keine Besucher auf dem Blog habe.“ Herr Gott, will ich dann rufen. Sagt mal, wenn ihr eurem Partner nicht mehr gefallt, weil eure Nase irgendwie dicker geworden ist, setzt ihr euch dann gleich unters Messer bei einem Schönheitschirurgen? Und macht ihr das dann so lange, bis jede eurer Freunde sagt du siehst toll aus? Sicher nicht! Egal was man macht, man sollte es deswegen machen, weil man es will und nicht, weil es andere machen.

Das ist genauso, wie bei den Rezensionen also bei den Büchern die rezensiert werden. Da wird allen Ernstes gefragt, was für Bücher man rezensieren sollte, damit man Besucher auf dem Blog hat.

Ich lese und rezensiere prinzipiell nur Bücher, welche ich lesen möchte, Bücher, auf die ich gerade Lust habe. Klar kommen auch immer wieder Bücher vor, die andere auch rezensieren. Aber es sind doch immer wieder Bücher dabei, die nicht so oft rezensiert werden. Und manchmal bin ich auch richtig froh deswegen, weil mir dann immer wieder Perlen zwischen die Finger kommen. Und zwar Perlen für mich – nicht unbedingt für andere. Und ich glaube, so sollte man auch denken. Ich schreibe keine Rezensionen um anderen zu gefallen, ich mache es, weil ich es will und ich rezensiere die Bücher so, wie ich es für richtig empfinde.

Womit wir beim Stil der Rezension sind. Schreibt doch so wie ihr es für richtig haltet. Sucht euren eigenen Stil und nicht den Stil von anderen Bloggern. Muss man denn immer das Andere kopieren? Nein, muss man nicht! Man kann sich mal darüber Gedanken machen, ob man vielleicht etwas verändert, aber lasst euch nicht einreden, dass ihr schlechtere Rezensionen als andere schreibt. Ihr schreibt anders, weil ihr seid eine andere Person – ein Individuum.

Und wenn dann irgendjemand euch dumm von der Seite an macht, und euch schlechtmacht, nehmt es doch einfach als Kompliment. Die Person macht euch runter, weil ihr so seid wie ihr seid, und nicht anders. Dieser Blogger hat vielleicht Angst vor euch, weil er euch insgeheim toll findet. Schon mal von dieser Seite betrachtet?

Wer weiß denn genau, was in dem anderen so vorgeht? Ich weiß es sicherlich nicht und ihr wisst es auch nicht. Man kann bei einem Menschen immer nur bis vor die Stirn schauen, dass hat schon meine Mutter zu mir gesagt. Es ist einfach so und wird wohl immer so bleiben.

Und noch etwas, betrachtet bitte nicht immer die Statistiken von andern oder von euch. Ich mache immer mal einen einfachen Schnitt und betrachte die Entwicklung meines Blogs Monatsweise. Und zwar schaue ich mir die Entwicklung im Gegensatz zum Vorjahr an. Wie ist denn so der Trend? Oh, der Trend ist nach oben. Klasse!

Natürlich wäre es toll, so viele Besucher wie die großen Blogger zu haben, aber schaut sie euch doch mal an. Die ziehen ihr Ding durch und probieren immer mal wieder etwas Neues, weil sie denken, hee das gibt es noch nicht – und das machen sie deswegen, weil sie etwas verändern wollen.

Sie sind sich selber treu und ich denke, auch die bekommen ab und zu mal etwas Negatives zu lesen. Dann geht es einfach nur mit Augen zu und durch. Man muss versuchen, die Kritik zu reflektieren und das, was man gesagt bekommt einfach als solches hinzunehmen und zu schauen, was für einen umsetzbar ist – ohne sich selbst zu verraten. Manchmal muss man Kritik aber auch an sich abperlen lassen und einfach denken, ich zieh mein Ding jetzt durch, egal was andere sagen. Dann, und nur dann, kann der Erfolg kommen. Der Erfolg sollte immer so sein, dass man sich mit seinem Tun wohlfühlt – egal, ob dies das Design, die Bücher oder die Art und Weise wie man eine Rezension schreibt ist. Wenn dies nicht so wäre, hätten wir nicht so viele Verlage, so viele verschiedene Bücher, die wir Buchblogger zu lesen haben.

Und noch etwas zum Umgang untereinander, macht euch doch nicht immer gegenseitig fertig, sondern behandelt euch doch endlich mal so, wie ihr selbst gerne behandelt werden wollt. Dann sieht das ganze hoffentlich etwas entspannter aus.

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