Mich sollst du fürchten – Katrin Rodeit

Inhalt :

Stimme der Vergangenheit

Hat Privatdetektivin Jule Flemming die Stimme des Mörders ihres Vaters wiedererkannt oder spielt ihr ihre Fantasie einen Streich? Sie greift nach diesem Strohhalm, denn sie hat sich geschworen, den Mann zur Strecke zu bringen. Gleichzeitig erhält sie einen neuen Auftrag. Sie soll ein verschwundenes Mädchen in Ulm aufspüren. Dabei gerät sie nicht nur zwischen die Fronten, auch ihre Gefühlswelt wird auf den Kopf gestellt. Bis sie merkt, dass sie in Gefahr ist, steckt sie bereits selbst in einer tödlichen Falle.

Rezension :

Verlag: Gmeiner Verlag

ISBN: 978-3-8392-1728-3

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Es gibt ja Autoren, die liebt man einfach und man kann von Ihnen nicht genug bekommen, für mich zählt Katrin Rodeit einfach dazu! Aber ich verschaffe mir dann immer wieder einen gewissen Abstand zu den einzelnen Büchern, indem ich sie ein wenig nach hinten schiebe, wie auch in diesem Fall.

Stellt euch mal folgendes vor, ihr seid als Kind bei dem Mord eures Vaters Ohrenzeuge. Ihr kennt nur noch die Stimme und mehr nicht. Dies ist mehr oder weniger der Ausgangpunkt zu diesem Buch. Auf einmal sitzt ihr in einem Restaurant und ihr hört dann diese Stimme und wer Jule Flemming kennt, der weiß, dass sie sich in diesen Fall schnell rein beist – denn es ist Ihre Situation.

Und sie gerät zwischen die Fronten, da sie ja zwei Fälle gleichzeitig bearbeitet, was aber nie richtig unübersichtlich wird, da Frau Rodeit es versteht, die Handlungsstränge gekonnt miteinander zu verweben.

Man kann sich des Öfteren vorstellen, dass sie ihren eigenen Instinkten nicht trauen kann.

Durch den Erzählstil von Frau Rodeit kann man sehr gut in die Figur der Jule Flemming schlüpfen und auch im dritten Band ist es nie langweilig, weil irgendwie andere Personen vorkommen und ihre eigene Würze in die Geschichte bringen, da man sie nun wesentlich besser kennenlernt.

Da ist zum einen Andreas das schweigende Geheimnis des Jazzkellers. Oder da kommt eine ehemalige Klassenkameradin von Jule hinzu, die sie eigentlich ja nicht leiden kann, aber ihr trotz allem  hilft und sie bei Ihrer besten Freundin Connie unterbringt. Oder Ihr Bruder, der ihr in Sachen Internet und hacken weiterhilft. Aber wo der Bruder ist, da ist auch die Mutter leider nicht weit, die immer wieder durch ihre Art eine humoristische Ader hinzufügt.

Schön ist es auch, dass man die Stadt Ulm ein wenig kennenlernt und wer schon mal in Ulm war, der kann bestätigen, dass es einige Orte wirklich gibt und dass Ulm wirklich so wirkt, wie Frau Rodeit es beschreibt.

Alles in allem ein Krimi mit schnellem Tempo, den man sehr gut lesen kann, in den man sich gut reindenken kann und der einfach Lust auf mehr macht was Jule Flemming betrifft. Ich finde, dass Jule noch einige Fälle verdient hat, da sie einiges an Potential hat. Ein vierter Band wird ja noch kommen, so viel ist sicher und ich finde das hat Jule auch verdient. Auch wenn ihr wohl vorerst persönlichster Fall nun abgeschlossen ist, denke ich dass da noch mehr kommen kann zumal man Jule einfach ins Herz schließen muss!

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