[Rezension] Klugscheißer Supreme – Thorsten Steffens

Klugscheisser Supreme

Inhalt:

Ein Klugscheißer als angehender Lehrer – kann das gutgehen? Ein irre komischer Roman um Lehrer, und welche, die es werden wollen – für alle Fans von Tommy Jaud und Fack ju Göhte

„Nahrungsbeschaffungsmaßnahme f.; Gen. –; Pl. –n; der Besuch eines Verkaufsstandes mit Esswaren, um eine anschließende stundenlange Zusammenkunft aller verfügbaren Lehrkräfte zum illustren Erfahrungsaustausch auszuhalten“

Klugscheißer Timo Seidel hat nach vier Jahren sein Lehramtsstudium beendet. Doch nun steht ihm die schwerste aller Prüfungen bevor: das von allen Seiten gefürchtete Referendariat. Schmerzlich stellt Timo fest, dass er sich trotz Berufserfahrung wieder einmal den Respekt des Kollegiums, der Schulleitung und vor allem der Schülerschaft hart erkämpfen muss. Da sind für einen Klugscheißer wie Timo natürlich Pleiten, Pech und Pannen vorprogrammiert …

Rezension:

Nun ist es so weit. Der letzte Teil der Trilogie ist gelesen und ich bin um einige Klugscheissereien besser geworden. Timo kenne ich ja nun schon ein paar Jahre, seitdem mich der Autor angeschrieben hatte. Was für mich im ersten Moment ein einzelnes Buch gewesen ist, wurde nun dann doch zu einer Trilogie.

Es ging also wieder nach Köln. Timo lebt mit Bettina glücklich und zufrieden. Er kommt ins Referendariat und bekommt, da er ja schon jahrelang in der Abendschule unterrichtet hat, eine eigene Klasse, nämlich die 8e einer Realschule. Am Anfang war es ziemlich holprig. Eine neue Schule, ein anderer Referendar, den ich mal dezent als Schleimbolzen und Besserwisser bezeichnen würde und kein Vergleich zu dem Klugscheißer Timo, den man doch irgendwie gern haben kann, und dazu ein Kollegium mit besonderen Lehrern. Da ist zum einen die esoterisch angehauchte Tanja, und zum anderen Antonia, eine Lehrerin, die stets das Negative in den anderen sieht. Das Spektrum der Charaktere ist groß. Timos 8e ist auch alles andere als einfach. Alles zusammen ergibt einen Roman mit einigen Lustigen Wendungen.

Da ist ein typisches Klassentreffen, mit dem Kartenspiel „mein Auto, mein Haus mein Boot“. Die Gedankengänge von Timo sind immer wieder komisch und beschreiben mit anderen Worten auch meine Gedankengänge recht häufig.

Es ist einfach ein lustiger Roman, den man einfach so wegsuchten kann. Vor allem, wenn gerade mal wieder alles nicht so läuft wie, man es sich wünscht, wenn man mal etwas Lustiges für zwischendurch braucht. Gut vieles ist, wenn man die anderen beiden Bände gelesen hat, vorhersehbar, aber trotzdem ist es einfach ein gutes Leseerlebnis, bei dem man auch so ganz nebenbei etwas über Grammatik lernt.

Auf der einen Seite muss ich sagen, schade, dass es das letzte Buch ist, aber ich habe gerade noch ein wenig überlegt und ich finde, dass man aufhören sollte, wenn das Buch am besten ist. Der erste Band war ein guter Einstand, der zweite war etwas schwächer und mit dem dritten Band hat er ein gelungenes Ende gesetzt und mehr kann man doch nicht erwarten, oder?

Schön fände ich es trotzdem, wenn der Autor vielleicht noch ein anderes Buch schreibt. Ich denke, er würde es gut hinbekommen, aber ich glaube, die Geschichte vom Lehrer Seidel ist am Ende, wobei ich mich auch gerne eines Besseren belehren lasse. Ich warte einfach mal ab. Ich bin mir sicher, so lange ich mich als Buchblogger betätige, wird Thorsten Steffens mich auch finden. Und ich wünsche euch allen, viel Spaß beim Lesen des „Klugscheißer Supreme“.

Verlag: Piper Verlag

ISBN: 978-3-492-50459-1

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