Smile

[Rezension] Smile – Raina Telgemeier

Klappentext:

Bitte einmal schön lächeln!

Wer lächelt, zeigt Zähne. Nur bei Raina klafft eine riesige Lücke, wo früher ihre Schneidezähne waren. Seit ihrem Unfall trägt sie eine peinliche Zahnspange. Und immer wieder muss sie zum Zahnarzt, zum Chirurgen, zum Kieferorthopäden. Da kann einem das Lachen schon einmal vergehen. Als ob sie sonst keine Probleme hätte! Pickel zum Beispiel. Und Jungs. Wie gut, dass sie an der neuen Schule wenigstens echte Freundinnen findet. Und am Ende auch wieder lachen kann.

Ein autobiografisches Comic-Buch, in dem die Autorin sich ihre Zahnspangen-Erfahrung von der Seele geschrieben hat

Eindringlich und mit viel Humor erzählt Raina Telgemeier von dem Mut, sich in einer von Äußerlichkeiten bestimmten Welt durchzubeißen – auch wenn man seine Zähne nicht zeigen möchte. Smile macht dabei vor allem Hoffnung, dass es selbst nach langwierigen Operationen und Selbstzweifeln irgendwann wieder einen Grund zum Lächeln gibt.

Rezension:

Das war eine Graphic Novell, da war ich mehr als einmal getriggert. Sie handelt von einem Mädchen, welches ihre oberen Schneidezähne bei einem Sturz verliert und dann ist sie auch noch Pfadfinderin. Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr lange bei den Pfadfindern war, und dass ich auch mal meine Schneidezähne verloren habe, aber nicht nach einer Gruppenstunde, sondern bei einer Sportstunde in der Grundschule und ja, ich hatte gerade meine zweiten Zähne bekommen.

Dieser Sturz in der Graphic Novell war dann vollkommenes Triggern. Bei der Story kommen immer wieder die gleichen Schmerzen in mir hoch und auch die Nöte, die ich damals innerlich hatte. Raina Telgemeier schafft es, diese Gedanken immer wieder hochkommen zu lassen, die man so hat, wenn man immer und immer wieder zum Zahnarzt muss und teilweise den Eindruck hat, dass man beim Zahnarzt wohnt.

Aber auch die Gedanken, die man hatte, wenn man an die Pubertät zurückdenkt, sind gewiss nicht nur mir nicht fremd. Dieses dauernde Mobbing nur, weil man etwas anders ist. Diese Unterdrückung, welche man doch immer mal wieder erleben „durfte“ und manchmal ist es echt von Vorteil, wenn man mal sitzen bleibt oder seinen Freundeskreis in der Schule ändert.

All dies wird in der Graphic Novell auf eine lustige Art thematisiert. Man kann sich auch als Junge in Raina wiederfinden. Es ist kein „Mädchenbuch“.

Ich glaube, dass solche Themen für Kinder und Jugendliche wichtig sind, da sich jeder ja mal unwichtig, oder ungeliebt fühlt. Man fühlt sich in der Pubertät ja irgendwie generell unvollkommen. Da bekommt man eine Spange, und Pickel, oder man hat Segelohren oder was auch immer. Jeder von uns kennt so etwas, dass man sich dabei irgendwann mal einsam fühlt.

Da ist die erste Liebe. Bei den Mädchen sind die Jungs doof, genauso wie bei den Jungs die Mädchen doof sind. Da sind die ersten Küsse, da verschickt man Briefchen und wird natürlich wie soll es anders sein, von dem Lehrer erwischt.

All dies sind Themen, die lustig und ungezwungen in diesem Buch vorkommen. Es gibt auch mal ein Erdbeben, was ich natürlich nicht kenne. Es ist immer wieder ein Augenzwinkern dabei. Man kann also lachen, aber auch darüber nachdenken. Ich bin gespannt, was da noch kommt, denn es soll ja eine Reihe sein und ich denke, dass Raina mich noch das ein oder andere Mal entzücken wird, und ich hoffe, dass dies auch euch passiert, denn die Story wie auch die Zeichnungen sind lesens- und sehenswert.

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