Prey - Deine Tage sind gezählt

[Rezension] Prey – Deine Tage sind gezählt – James Carol

Klappentext:

»Wir lügen alle. Und am meisten belügen wir uns selbst.«

Jefferson Winter, der Profiler mit dem unheimlichen Gespür dafür, wie Serienkiller ticken, hat gerade einen Job in New York zu Ende gebracht. Vor der Abreise nach Paris zu seinem nächsten Fall geht er in einem Diner etwas essen. Es ist zwei Uhr nachts, der einzige andere Gast ist eine platinblonde Frau mit Lederjacke. Als Winters Essen serviert wird, steht sie auf – und ersticht vor seinen Augen den Koch. Dann geht sie seelenruhig davon … Eine Provokation, die Winter nicht ignorieren kann: Paris muss warten. Das Spiel ist eröffnet.

Rezension:

Das Lesen meines SUB ist ja immer wieder ein Spaß, vor allem, wenn man eine lang vergessene Reihe mal wieder liest oder viel mehr, man beendet diese Reihe endlich.

Dieses endlich ist nicht negativ gemeint, sondern im Gegenteil ein positives Erlebnis, etwas abzuschließen. Es ist auch ein Erfolg dort angekommen zu sein. Ich weiß noch, dass mir 2016 diese Reihe um den Profiler Jefferson Winter etwas zu hart war, aber ich wollte dennoch gerne wissen, wie es weitergeht. Kennt ihr das, wenn man echt tagelang nach dem Lesen noch Albträume hat? So ging es mir mit den ersten Bänden der Trilogie um Jefferson Winter. Aber so geht es einem auch, wenn man den Horrorfilm oder Thriller mitten drin anhält und das Ende noch völlig offen ist. Der Thrill kann dann schon wirklich heftig sein. Das Ende ist einfach wichtig. Aber auch der Zeitpunkt ist nicht ganz unwichtig. Manchmal ist man einfach auch empfindlicher.

Aber langsam. Stellt euch vor, ihr seid ein Profiler, habt einen Job in New York erledigt und wollt mitten in der Nacht noch in einem Diner an der Ecke, den ihr in den letzten Tagen genossen habt, euer Abendessen zu euch nehmen. Wenn ihr alleine in dem Dinner seid, zusammen mit noch einer Frau, dann schaut man sich diese natürlich an. Vielleicht, wie in diesem Fall, kommt sie auch an deinen Tisch und wenn es ganz dumm läuft, spricht sie dich mit Namen an und sticht mit einem normalen Brotmesser dem Koch ins Augen und verschwindet dann, nachdem sie eine alte Zeitung hat fallen lassen.

Dass man dann wahrscheinlich erstmal im Gefängnis landet, oder zumindest bei der Polizei, ist vollkommen klar und wenn Jefferson Winter nicht der Mordkommission beim Fall eines Serienmörders geholfen hätte, wäre er sicherlich auch nicht so schnell wieder rausgekommen. Aber so macht er sich zusammen mit der Polizistin Mendoza auf die Suche nach der Frau und rollt somit einen sechs Jahre alten, eigentlich gelösten, Fall noch einmal auf.

Ganz ehrlich, man weiß ja schon irgendwie nach den ersten Seiten, wer nun der oder die Böse ist. Aber dieses Katz- und Mausspiel zwischen dem Profiler und der Täterin ist echt spannend. Man erfährt einfach viel über diese Psychopatin und den inneren Psychopaten von Jefferson Winter.

Ich habe das Gefühl, dass diesmal mehr Psychospielchen Thema des Buches waren, als bei den ersten beiden Thrillern. Was nun nicht heißt, dass das Buch schlechter ist, denn es gibt einige Situationen, die sind schon mehr als hart, zum Beispiel, wenn man sich vorstellt, dass ein Mensch sechs Jahre unter der Erde lebt und gefesselt auf einer Matratze liegt.

Diese Interaktion zwischen Jefferson und Amelia sind schon spannend, vor allem da Amelia immer einen Schritt voraus ist, und es so schwierig ist, sie zu fangen. Man erfährt, wie gewisse Dinge miteinander verwoben sind und das geht einem wirklich unter die Haut. Irgendwie hat man das Gefühl, nichts ist wie es zu sein scheint.

Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen und somit die Trilogie zu Ende gelesen habe. Und ja, hätte ich gewusst, dass das Finale für mich nicht ganz so hart ist wie die ersten beiden Bände, ich hätte es schon früher angefangen. Oder ist es vielleicht doch so, dass man nur das Buch liest, welches man gerade auch verkraften kann? Wer weiß das schon? Vielleicht könnt ihr mir ja diese Frage beantworten.

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