Pan

[Veranstaltungshinweis] Weber, Wagenseil und Tschaikowski in Gießen

Sinfonieorchester mit jugendlichen Elan


Es ist soweit: Am Samstag, den 20.8.2022 kommen um 19:30 Uhr die jungen
Nachwuchstalente des Pan Symphonie Orchesters kommen aus ganz Deutschland in der
Kulturkirche St. Thomas Morus, Grünberger Straße 80, zusammen. Sie kommen von
Universitäten, Musikhochschulen, Opern- und Sinfonieorchestern und teilen eine
entscheidende Leidenschaft: Die Musik, genauer gesagt das gemeinsame Musikzieren im
Sinfonieorchester. Der Eintritt ist frei.

Professionelle Leitung


Sie erarbeiten eine Woche unter der Leitung des Dirigenten Kiril Stankow (1. Kapellmeister am
Staatstheater Kassel) das anspruchsvolle Programm für die anstehenden Konzerte. Sie proben ca.
eine Woche sehr intensiv in der Nähe von Frankfurt am Main, um auf hohem Niveau und mit viel
Freude zu musizieren. Perfektion entsteht bei diesen jungen Leuten durch Begeisterung für die
gemeinsame Sache und auch durch individuelle V orbereitung und stetes Üben.

Das Programm


Das Programm Der Abend beginnt mit einer bekannten und sehr stimmungsvollen Ouvertüre: Es
erklingt die Ouvertüre aus der Oper „Der Freischütz“ vonCarl Maria von Weber. Nach der ruhigen
Einleitung mit einem sehr cantablen Horn-Solo, beginnt ein lebhafter Teil und Carl Maria von
Weber lässt den Zuhörer bzw. Zuhörerin modern ausgedrückt einen „musikalischen Trailer“ der
Oper erleben. Darauf folgt ein eher selten gespieltes Werk, das Konzert für Altposaune und
Orchester von Georg Christoph Wagenseil. Wagenseil, ein eher unbekannter Vorreiter seiner Zeit,
lebte von 1715 – 1777 und war ein Vertreter der frühen Wiener Schule. Er arbeitete als Hofmusiker
in Wien und machte dort auch die Bekanntschaft mit Wolfgang Amadeus Mozart, welcher
Wagenseil bei einem Auftritt am Hofe angeblich darum bat, ihm die Noten umzublättern. Nach dem
Solokonzert folgt ein pathetisches Großwerk der sinfonischen Literatur: die sechste Sinfonie von
Piotr Iljitsch Tschaikowski – auch „Pathetique“ genannt. Mit eine Besonderheit ist der langsame, an
ein Requiem erinnernde Schlusssatz des Werkes. Tschaikowski selbst sah die Sinfonie, das letzte
Werk, dass er komponierte, als seine persönlichste und wichtigste Komposition.

65 Musikerinnen und Musiker


Das Pan Symphonie Orchester (PSO) setzt sich bei der diesjährigen Arbeitsphase aus ca. 65
jungen Musikerinnen und Musikern zusammen. Studierende aus vielen Fachbereichen, wie
Medizin, Physik, Psychologie, Lehramt, aber auch Musik, die teilweise bereits in führenden
deutschen Orchestern spielen. (Staatsoper Hamburg, Staatsoper Hannover, WDR
Funkhausorchester und Nationaltheater Mannheim.) Viele haben ihre musikalische Laufbahn
in den Reihen des Jugend Sinfonie Orchester Kassel begonnen. Das Orchester besticht durch
seinen jugendlichen Elan, seine Leichtigkeit, große Spielfreude und durch einen starken
Zusammenhalt innerhalb des Orchesters geprägt von Respekt und freundlichem Umgang
untereinander.

Der Dirigent

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Der Dirigent Kiril Stankow begann seine musikalische Laufbahn als Jungstudent an der
Musikhochschule Rostock. Danach folgte ein Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt
Weimar. Stankow konzertierte bereits u.a. mit dem MDR mSinfonieorchester, dem
Nationaltheaterorchester Mannheim, dem Gärtnerplatztheaterorchester München, sowie mit vielen
weiteren Orchestern. 2018 feierte er sein Debüt in der Elbphilharmonie mit der norddeutschen
Orchesterakademie. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Stankow als 1. Kapellmeister am
Staatstheater Kassel engagiert.

Der Solist


Der Solist Julius Joachim, aufgewachsen in Waldeck am Edersee, begann mit 9 Jahren im
Posaunenchor Waldeck mit dem Erlernen eines Blechblasinstruments, dem sogenannten „Kuhlo-
Horn“. Nach verschiedenen Zwischenstationen entschied er sich letztlich für die Posaune. Nach
dem Abitur begann er mit dem Lehramtsstudium Musik und Politik und Wirtschaft an der
Universität Kassel, wechselte aber bereits nach 5 Semestern an die Hochschule für Musik
Karlsruhe in die Klasse von Prof. Schrietter und begann mit dem Posaunenstudium. Nach der
Zwischenprüfung erfolgte ein Wechsel an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in die
Klasse von Prof. Sprenger, in der er aktuell immer noch studiert. 2019 wurde er Akademist des
Gürzenich Orchesters Köln. Seit Herbst 2020 ist er als Soloposaunist am Nationaltheater
Mannheim tätig. Neben der Tätigkeit im Orchester, ist er festes Mitglied der Ensembles Genesis
Brass, Hessen Brass und des Posaunenquartetts „Slide’n’Bone“.

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