Der Kaninchen-Faktor

[Rezension] Der Kaninchen-Faktor – Antti Tuomainen

Klappentext:

Die Nummer 1 aus Finnland: Tuomainens Romane sind wie die Filme von Aki Kaurismäki: spannend, tragisch, humorvoll und schräg.

Alles im Leben ist berechenbar. Davon ist der Versicherungsmathematiker Henri Koskinen überzeugt; beruflich wie privat kalkuliert er stets bis zur letzten Dezimalstelle. Doch dann verliert Henri seinen Job. Und erbt einen Abenteuerpark – mit ziemlich eigenwilligen Mitarbeitern und beunruhigenden finanziellen Problemen. Offenbar wurden riesige Kredite aufgenommen, bei zweifelhaften Kapitalgebern. Und die Herrschaften wollen nun ihr Geld zurück.

Im Abenteuerpark trifft Henri auch auf Laura, eine Künstlerin mit Vergangenheit. Als die Kriminellen kommen, um das Geld einzutreiben, und sich die Beziehung zu Laura vertieft, sieht Henri sich mit Situationen und Gefühlen konfrontiert, die selbst für einen versierten Versicherungsmathematiker einfach nur unkalkulierbar erscheinen.

«The funniest writer in Europe.» The Times

Rezension:

Also bei nordischen Krimis oder Thrillern habe ich ja momentan meine liebe Not, aber Antti Tuomainen musste ich einfach lesen. Das war nämlich der Autor, der „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ geschrieben hat, und dieses Buch ist mir einfach mit diesem einzigartigen Humor in Erinnerung geblieben.

Also auf ging es wieder nach Finnland und dort lernt man den extrem introvertierten Henri kennen. Er ist Versicherungsmathematiker, redet nicht mit seinen Kollegen und findet das alles überbewertet, also das miteinander reden und sich austauschen. Für ihn wäre Homeoffice wahrscheinlich genau das richtige gewesen.

Er wird genau wegen diesem Fehlen von Kommunikation gefeuert und schon in dieser Situation findet man einige Lacher oder Schmunzler. Ja, der Autor bringt selbst in so einer Szene eine gewisse Komik unter, ohne dass es platt wirkt, denn man kennt vielleicht genau so eine Situation aus eigener Erfahrung.

Im selben Moment als er die ersten Absagen bekommt, erfährt er von dem Tod seines Bruders und dadurch erbt er den Abenteuerpark von ihm und wie sich herausstellt auch dessen Schulden. Es sind vor allem Spielschulden, die er bei eher zwielichtigen Personen hatte und da ist es vollkommen egal, ob das nun rechtens ist oder nicht, sie wollen ihr Geld zurück

Natürlich will Henri erstmal seinen Abenteuerpark loswerden. Da ist es laut, da sind Kinder und irgendwie ist da alles, nur nicht das, was er will. Er will wieder als Versicherungsmathematiker arbeiten, aber daraus wird nichts. Also macht er das Beste daraus. Dass er Besuch von Leuten bekommt, die ihr Geld wiederbekommen möchten, ist klar. Dass er eines Abends von einem der Eintreiber im Abenteuerpark gejagt wird und dieser von einem Hasenohr erschlagen wird und er diesen Mann in einer der Tiefkühltruhen des Restaurants verstaut, wird so genial erzählt, dass man wieder das eine oder andere Mal über den dunklen Humor des Autors lachen muss.

Dass da auch noch die Liebe zuschlägt, ist ja irgendwie klar, auch der Fakt, dass er damit nicht umgehen kann und dass ihm seine geliebte Mathematik dabei nicht helfen kann. Was hilft einem schon, wenn die Liebe den Weg kreuzt? Da kann nichts helfen, da muss man einfach durch.

Seine Angestellten sind alle miteinander schon besondere Menschen, die alle das Herz am rechten Fleck haben und stehen hinter ihren Abenteuerpark. Sie verkörpern all das, was eigentlich nicht Henris Sache ist. Sie reden miteinander, decken sich und haben alle Ideen, wie man den Park weiter nach vorne bringen kann.

Es ist ein Roman, der zum einen sehr lustig ist, wenn man auf diese Art von Humor steht, aber er ist auch spannend. Ich freue mich, wenn bald der zweite Band der Reihe rauskommt, denn ich möchte wissen, wie es mit diesem Abenteuerpark weitergeht.

Wie wäre es, wenn auch du dir vielleicht mal eine Leseprobe zu Gemüte führst und dann entscheidest, passt dieses Buch zu meinem Humor oder passt es nicht. Zu mir passt es hervorragend, weswegen ich mich freue, bald den zweiten Band in die Hand nehmen zu dürfen.

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