[Rezension] Alba – Zwischen den Welten – Carina Schnell

[Rezension] Alba – Zwischen den Welten – Carina Schnell

15. Juli 2019 0 Von Markus

Inhalt:

Ein spannender Fantasy-Roman vor der Kulisse Schottlands. Carina Schnell entführt uns an einen magischen Ort der Feen und haucht dem klassischen Konflikt „Gut gegen Böse“ neues Leben ein.

Die kanadische Journalistin Catriona Keith reist nach Schottland, um vor Ort über die politischen Unruhen im Land zu berichten. Auf ihrem Ausflug durch die Highlands begegnet sie im Pub einem mysteriösen Fremden, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Als sie kurz darauf angegriffen und gejagt wird, fällt sie auf ihrer panischen Flucht durch einen Tümpel und findet sich plötzlich in Alba, dem Reich der Feen, wieder.

Schnell wird klar, dass der gutaussehende Fremde aus dem Pub ein Feenkrieger namens Carrick ist, der zu einem einzigen Zweck ausgebildet wurde: Seherinnen wie Catriona, die Feen sehen und in ihre Welt reisen können, zu töten. Doch als eine Bedrohung heraufzieht, die sowohl das Ende Albas als auch der Menschenwelt bedeuten könnte, müssen die beiden sich zusammentun, um die uralte Fehde zwischen Menschen und Feen beizulegen und ihre beiden Völker zu retten.

Rezension:

Es ist leider oft so, dass Fantasyromane bei mir hinten runterfallen, auch wenn ich seit den 80er Jahren immer Fantasyromane gelesen habe, mag es der kleine Hobbit, der Herr der Ringe, Terry Pratchett oder andere gewesen sein. Ich bin mit ihnen einfach groß geworden.

Nun fing irgendwann Juliane vom Blog Iamjane.de an und schrieb immer wieder von dem Buch „Alba – zwischen den Welten“ von Carina Schnell, sie war total begeistert, beinahe euphorisch. Es war zwar noch nicht erschienen, aber wir Blogger bekommen ja ab und zu mal solche Bücher zugeschickt. Ich diesmal nicht, aber man ist ja erfinderisch. Ich bestellte dies bei meinem liebsten Bücherdealer, so dass ich das Buch am Erscheinungstag auch in der Hand hielt. Gut, das Timing war etwas ungünstig. Das letzte Buch bereits fertiggelesen und das neue noch nicht da, somit war ich dann einen Tag lange ohne Buch, aber ich war so oder so total auf dieses Buch gepolt.

So fing ich das Buch gleich an und hatte am Abend schon fast Halbzeit. Ich war mit Catriona sofort nach Schottland gefahren und stand in den 70er Jahren am Loch Lomond, einem meiner liebsten Seen überhaupt. Ich war einmal ein paar Tage lang an diesem Ufer und der See hat mich komplett gefangen genommen. Es war auch diesmal so, dass die Autorin mein Fernweh in Richtung Schottland wieder voll entfacht hat.

Dann kam die erste Begegnung mit Carrick, der sie magisch anzieht. Dennoch flieht sie dann doch vor ihm und stürzt bei der Flucht in einen Tümpel und landet in der Welt Alba. Dort begegnet sie gleich einer Art Wölfe, die sie auch jagen und in der Situation wird sie von Nairn einer Feenkriegerin gerettet, bei der Catriona auch erstmal Unterschlupf bekommt.  Catriona wird aber weiter von Carrick gejagt, der wie es sich herausstellt auch ein Feenkrieger aus Alba ist, der auf Menschen wie Catriona Jagd macht, da Catriona eine Seherin ist, auch wenn diese noch nichts davon weiß, und erst durch die Reise nach Alba erfährt.

Ich könnte nun noch vieles beschreiben, die Reise zu Isle of Skye oder Dunnottar Castle, lauter Orte, die einen Neugierig machen und die der Story die nötige Tiefe geben. Bei Carrick und Catriona, die wider Willen zusammenarbeiten müssen, bekomme ich immer wieder das Gefühl, herrje, die können nicht miteinander und auch nicht ohne! Ständig knistert es zwischen diesen beiden. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass die beiden endlich Nägel mit Köpfen machen.

Nairn dagegen kommt ein wenig kurz. Ich muss sagen, so ein wenig mehr Nairn und etwas weniger bekommen-sich-nun-Carrick-und-Catriona wäre mir als Mann recht gewesen.

Aber ansonsten ist es ein Roman, der einfach lesenswert ist. Er fesselt einen von der ersten bis zur letzte Seite und hat ein Ende, wo ich mir wünschte, es wäre wie bei einer Serie, die nächste Woche weitergeht. Man erfährt einiges über die späten 70er Jahre in Schottland und auch über die schottische Geschichte, über Clans und Kilts, über Magie und Mythologie in Schottland. Ich wünsche mir, dass die Autorin schnell einen weiteren Band schreibt, denn der Schreibstil, die Thematik ist, bis auf die Liebesgeschichte, die immer wieder aufblitzt, klasse, wobei ich mir aber auch denken, dass die Sache mit der Liebe genau so gewollt ist, damit das Ende einen so überrascht. Es macht Lust auf viel mehr. Ich bin nur der Leser und ich freue mich auf mehr Bücher um Alba oder von der Autorin allgemein, damit ich weiter Leser sein darf.

 Verlag: Droemer Knaur

ISBN: 978-3-426-21715-3