Diogenes

[Interview & Hörprobe] Interview mit Stefanie vor Schulte – Junge mit schwarzem Hahn

Junge mit schwarzem Hahn

1. Ein Junge, der sich in steter Begleitung eines schwarzen Hahns Tyrannen, Armut, Ungerechtigkeiten und dem Schlechten in der Welt widersetzt: Wie sind Sie auf den Stoff Ihres ersten Romans gekommen?
Stefanie vor Schulte: Zuerst gab es nur dieses Bild eines Jungen, der nichts weiter besitzt als ein struppiges, wenig anschmiegsames Tier. In welcher Welt könnten diese beiden nun beweisen, dass es gilt, sich unablässig dem Schlechten entgegenzustemmen? Je lichter mir das Kind erschien, umso dunkler musste seine Umgebung sein. Die Verführbarkeit durch Aberglauben und Unhinterfragtes einer vergangenen Zeit stellte da rasch den passenden Hintergrund.

[Podcast] Rezension: Der Mittagstisch – Ingrid Noll

Der Mittagstisch

Nelly, Mitte dreißig, alleinerziehend, wird von Matthew abserviert. Nun tischt sie für zahlende Mittagsgäste auf, darunter verschiedene Männer: vom ungewöhnlichen Kapitän bis hin zu einem ebenso hübschen wie patenten Elektriker. Leider ist er in Begleitung. Doch die hat eine Erdnussallergie … Es brodelt in der Mordküche: Ingrid Noll serviert zu ihrem Geburtstag eine Kriminalkomödie.

Um Kinder allein aufzuziehen, braucht man Geld. Da Nelly, Mitte dreißig, Platz hat und gut kochen kann, holt sie sich zahlende Mittagsgäste ins Haus. Ein paar Frauen, aber auch die verschiedensten Männertypen: Da ist ein Kapitän, der lange nicht zur See gefahren ist, ein braungebrannter Sportlehrer, ein Versicherungsmann und ein ebenso hübscher wie patenter Elektriker. Leider ist er in Begleitung. Doch die hat eine Erdnussallergie … In ›Der Mittagstisch‹ wird das Familienleben bald ebenso turbulent, wie der Menüplan abwechslungsreich ist.

[Interview & Hörprobe] Interview mit Benedict Wells

vom ende der Einsamkeit

Herr Wells, es gibt Leserstimmen, die sagen, dass sie dieser Roman zum Weinen gebracht hat. Was sagen Sie dazu?
Auch wenn ich es vielleicht nicht zugeben sollte: Es freut es mich natürlich. Ich wollte etwas schreiben, was den Leser berühren kann, aber auch etwas, was ihm am Ende Hoffnung gibt. Falls das beim oder anderen geklappt hat, macht mich das sehr glücklich. Für das Ende von Fast genial wollten mir damals viele – ich zitiere – »eine reinhauen« oder mich gleich erwürgen, da finde ich die Reaktionen jetzt natürlich ein bisschen schöner.