Der goldene Zwerg – Wolfgang Schüler

Der goldene Zwerg – Wolfgang Schüler

21. April 2016 0 Von Markus

Hal­lo, hier ermit­telt Edgar Wal­lace!

Span­nend wie »Der Hexer«, atem­be­rau­bend wie »Der Hund von Black­wood Cast­le«, unheim­lich wie »Das Gast­haus an der Them­se«.

In einem spe­zi­ell gesi­cher­ten Raum bewahrt der Lon­do­ner Ban­kier Samu­el Wor­ds­worth eine wert­vol­le gol­de­ne Maya-Sta­tue auf. Eines Tages fin­det er das Zim­mer ver­schlos­sen vor, der Schlüs­sel steckt von innen. Nach­dem es gelun­gen ist, die Tür gewalt­sam zu öff­nen, offen­bart sich die Kata­stro­phe: Der im Raum befind­li­che Tre­sor ist auf­ge­bro­chen und die kost­ba­re Sta­tue ver­schwun­den, ohne dass erkenn­bar wäre, wie der Dieb mit sei­ner Beu­te hat flie­hen kön­nen.

In sei­ner Not wen­det sich Wor­ds­worth an Edgar Wal­lace, der sich – von sei­nen eige­nen Kri­mi­nal­ro­ma­nen inspi­riert – auf die Suche nach dem »gol­de­nen Zwerg« macht. Doch Wal­lace merkt schnell, dass das Schrei­ben von Kri­mis und ech­te Ermitt­ler­ar­beit nur wenig gemein­sam haben. Dank der Mit­hil­fe sei­ner cle­ve­ren Ehe­frau Vio­let gelingt es ihm den­noch, ers­te Spu­ren zu fin­den und her­aus­zu­be­kom­men, wie die Sta­tue den Raum ver­las­sen konn­te. Schon bald fin­den sich die bei­den in einem fins­te­ren Ver­wirr­spiel um undurch­sich­ti­ge But­ler, fins­te­re Hin­ter­män­ner, Schatz­kar­ten und Geheim­codes wie­der. Dol­che sau­sen durch die Luft, und Schreie gel­len durch den Lon­do­ner Nebel.

Rezen­si­on:

Gut, nun muss ich mich mal outen. Ich lie­be Edgar Wal­lace Fil­me. Ja, die­se alten Fil­me – aber auch den Zin­ker. Aber mit den Büchern, das muss ich sagen, habe ich bis jetzt nie etwas anfan­gen kön­nen, bzw. ich habe auch kei­ne die­ser Bücher bei mir zuhau­se.

Und nun habe ich dann ganz unbe­darft das Buch der gol­de­ne Zwerg von Wolf­gang Schü­ler in die Hand bekom­men.

Nach dem ers­ten Kapi­tel hat­te ich den Gedan­ken, O Gott das sind ja nur Kurz­ge­schich­ten. Was ich da noch nicht wuss­te war, dass es die Vor­ge­schich­te zu dem eigent­li­chen Buch ist.

Wolf­gang Schü­ler beschreibt in sei­nem Buch, wie es wohl wäre, wenn Edgar Wal­lace selbst ermit­teln wür­de. Er beschreibt das sich Edgar Wal­lace zie­ren wür­de, also es eigent­lich gar nicht wirk­lich will, als Ermitt­ler zu arbei­ten. Irgend­wie will er nicht, rutscht aber trotz­dem immer wie­der in die Geschich­te hin­ein.

Inter­es­sant ist, wie Wolf­gang Schü­ler die Maya-Sta­tue beschreibt und wie er die Geschich­te die­ser Sta­tue immer wie­der zum The­ma macht. Und so ganz neben­bei bringt er einem die Geschich­te der Mayas etwas näher.

Man lernt aber auch den Autoren Edgar Wal­lace etwas bes­ser ken­nen, wie er auf­ge­wach­sen ist, was er im Krieg gemacht hat und sol­che Klei­nig­kei­ten. Aber auch sei­ne finan­zi­el­len Pro­ble­me, oder die Bezie­hung zu sei­ner zwei­ten Frau, die immer wie­der Ide­en hat und ihrem Mann doch sehr gut bei­sei­te steht wer­den the­ma­ti­siert.

Alles in allem ist es ein span­nen­des Buch, nicht nur wegen des Kri­mi­nal­falls. All­ge­mein ist das Buch ein­fach zu lesen, aber trotz­dem inter­es­sant. Mich per­sön­lich hat es neu­gie­rig gemacht – auch auf den Autoren Edgar Wal­lace und sei­ne Geschich­te. Alles in allem ein Buch, wel­ches man zügig lesen kann. Bei einer Kan­ne Tee kann man sich so ein paar unter­halt­sa­me Stun­den machen.

Ver­lag: KBV – Ver­lag

ISBN: 9783954412860

Der goldene Zwerg – Wolfgang Schüler

Der goldene Zwerg – Wolfgang Schüler