Die Leiche, die sich aus dem Anzug haute – Sascha Gutzeit

Die Leiche, die sich aus dem Anzug haute – Sascha Gutzeit

22. Juni 2016 0 Von Markus

Inhalt :

Hal­le­lu­ja! Der Engel­mann ist da!

Kognak am Knor­pel, die qual­men­de Over­stolz im Anschlag, den rosa­ro­ten Dienst-Pan­da voll­ge­tankt, so geht Kom­mis­sar Heinz Engel­mann auf Ver­bre­cher­jagd. Dem nim­mer­mü­den, immer­durs­ti­gen, zim­mer­tem­pe­rier­ten Ermitt­ler und sei­ner schnit­ti­gen Assis­ten­tin Lie­sel Wep­pen geht kein Gano­ve durch die Lap­pen! Das bewies Autor Sascha Gut­zeit bereits in zwei brand­hei­ßen Büchern …

… und in sei­nen zahl­lo­sen Lesun­gen, Büh­nen­shows und Engel­mann-Musi­cals. Jetzt kommt der Kult-Kom­mis­sar end­lich auf CD, und sei­ne Fans jubeln.

Gele­sen vom Autor per­sön­lich, »dem Mann mit den tau­send Stim­men«, akus­tisch unter­malt von wie echt klin­gen­den Geräu­schen in Schwarz­weiß, in edler Vinyl-Optik, gibt’s Engel­manns span­nends­te und noch span­nends­te­re Fäl­le nun auch für die Ohren. Jeder für sich eine prall gefüll­te Poli­zei­ak­te, voll mit den absur­des­ten Mor­den, den schrägs­ten Ermitt­lern und den ver­staub­tes­ten Fahn­dungs­me­tho­den.

 

Rezen­si­on :

 

Kön­nen sie sich noch an die Zei­chen­trick­se­rie „Nick Knat­ter­ton“  erin­nern? Ein ste­reo­ty­pi­scher Detek­tiv in karier­ter Klei­dung mit Pfei­fe im Mund löst auf eine leicht schrä­ge Art sei­ne Fäl­le. Dabei haben die han­deln­den Per­so­nen sehr male­ri­sche Namen, die an sich schon komisch wir­ken. Ich lieb­te die­se Serie als Kind.

Die­se Zei­chen­trick­fi­gur erschien mir schlag­ar­tig, als ich den ers­ten Minu­ten des Hör­spiels lausch­te und ich muss­te herz­haft lachen.

Situa­ti­ons­ko­mik und, wenn auch manch­mal ein etwas fla­cher, Wort­witz zeich­nen die­sen Kri­mi genau­so aus wie uner­war­te­te Wen­dun­gen. Ich wuss­te bis kurz vor Schluss nicht so genau was jetzt mit der Lei­che von Omi Schnei­der pas­siert war und wel­ches Ver­bre­chen hier nun genau vor­liegt. Mit der Lösung hät­te ich nie gerech­net.

Kom­mis­sar Engel­mann ist kein hoch­geis­ti­ger Theo­re­ti­ker wie Her­cu­le Poi­rot oder Sher­lock Hol­mes. Er ist prag­ma­tisch und boden­stän­dig. Schon allein die Vor­stel­lung, dass er mit einem rosa­ro­ten Pan­da zum Tat­ort fährt jagt mir wie­der das Grin­sen ins Gesicht und ich muss an den leicht toll­pat­schi­gen Kom­mis­sar aus den Fil­men um den rosa­ro­ten Pan­ther den­ken. Ich den­ke, die­se Asso­zia­tio­nen sind durch­aus gewollt, heißt es doch auf dem Cover: „Ein mör­de­ri­scher Spaß und Hom­mage an die die Kri­mis der 60er und 70er Jah­re.“  Dies ist mei­ner Mei­nung nach auch abso­lut gelun­gen. Die Lauf­zeit mit einem „guten Stünd­chen“ eig­net sich auch für kur­ze Auto­fahr­ten oder War­te­zei­ten. Der Kri­mi hat Span­nung und Witz und die Stimm­a­kro­ba­tik des Autors macht ihn zu einem unver­gess­li­chen Hör­erleb­nis, so dass ich sagen muss  – ein Buch zum hören! Lesen ist nur der hal­be Spaß.

Ver­lag: KBV – Ver­lag

ISBN: 9783954412297