Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher– Jule Müller

Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher– Jule Müller

31. Juli 2015 0 Von Markus

Inhalt :

Wie ich mei­ne Zwan­zi­ger über­leb­te

Die Zeit zwi­schen 20 und 30 ist die groß­ar­tigs­te Pha­se im Leben? Wer das glaubt, der lei­det unter einer ver­scho­be­nen Wahr­neh­mung. Ganz im Ernst: Die Zwan­zi­ger sind echt beschis­sen. Und wenn das jemand weiß, dann Jule Mül­ler. Immer knapp bei Kas­se, qua­si nicht vor­han­de­nes Selbst­be­wusst­sein und ein Prak­ti­kum nach dem ande­ren. Ihren ers­ten Freund muss­te sie ver­las­sen, weil er dro­gen­ab­hän­gig wur­de, der zwei­te betrog sie am lau­fen­den Band. Wäh­rend Jule noch immer mit allem hadert und sich dem Par­ty-Lot­ter­le­ben hin­gibt, wer­den plötz­lich alle um sie her­um sess­haft und krie­gen Babys …

Rezen­si­on :

Jule Mül­ler beschreibt in die­sem Buch auf eine sehr char­man­te Art wie sie ihre 20er über­lebt hat.

Und ich kann euch eines sagen, es ist alles vor­han­den von Lie­bes­kum­mer, einem Aus­lands­auf­ent­halt, bis zu Freun­den, die Dro­gen neh­men und dem Inter­net, um nur ein paar Stich­punk­te schon am Anfang zu nen­nen.

Man reist mit ihr zusam­men in ein Leben, was man so eigent­lich nicht für mög­lich gehal­ten hat.

Aber wie sag­te Jule mal irgend­wo in einem Inter­view: „Das Leben schreibt noch immer die schöns­ten Geschich­ten.“ Und ich kann eines sagen, Jules Leben schreibt Geschich­ten. Die sind ein­fach klas­se.

Mag es ihre ers­te Fern­be­zie­hung sein, mit einem Typen, der wohl nur sei­ne Dro­gen lieb­te – ich woll­te immer wie­der schrei­en, nun ver­steh es end­lich der wird dich nie so lie­ben wie er sei­ne Dro­gen liebt; mag es ihr ers­ter Job sein, als Rei­se­be­glei­te­rin bei einem Bus­un­ter­neh­men, alles ist seh­rin­ter­es­sant geschrie­ben. Und ich wür­de dazu ein­fach mal sagen, hast du gut gemacht, für so einen Job muss man gebo­ren sein.

Ich konn­te aus dem Buch so vie­les von mir erken­nen. Manch­mal weiß ich auch nicht, wo ich den nun hin­ge­hö­re, aber eines weiß ich und dies zeigt auch Jule sehr ein­dring­lich, wich­tig sind Freun­de – egal wie vie­le es den nun sind und die eige­ne Fami­lie, wo man immer wie­der das Gefühl hat lan­den zu kön­nen, auch wenn die­se gele­gent­lich ner­ven, aber ich kann nur sagen, es tut gut Sie ein­fach im Hin­ter­grund zu wis­sen.

Denn Jule zeigt immer wie­der auf, dass sie auf der einen Sei­te total unent­schlos­sen ist und dies auf eine total lus­ti­ge Art und Wei­se dem Leser näher bringt. Aber Sie ist nie unent­schlos­sen bei dem was ihre Lebens­mit­te aus­macht. Dies sind immer wie­der die glei­chen Men­schen.

Ich per­sön­lich emp­fin­de die­ses Buch mehr oder weni­ger als ein klei­ner Leit­fa­den für Men­schen die die 20er erle­ben. Oder bei mir, der die 20er schon lan­ge hin­ter sich hat und man­che Din­ge doch trotz­dem kennt. Und ich wür­de Jule am liebs­ten sagen, es wird nicht bes­ser es wird eher schlim­mer, man macht egal wie alt man ist doch noch immer Feh­ler. Jedes Alter birgt so sei­ne eige­nen Fall­stri­cke.

Alles in allem besticht das Buch durch eine gute Spra­che, eini­gen Situa­tio­nen die man ein­fach zum Schrei­en komisch fin­det, aber auch ein paar Pas­sa­gen, wo man denkt „Ups, das könn­te ich sein“. Alles in allem bekommt man das Gefühl Jule kann ein­fach alles, vor allem ein gutes Buch schrei­ben, das man nur ein­mal in die Hand nimmt und es dann nicht mehr aus der Hand gibt.

Ver­lag: Droemer – Knaur

ISBN: 978–3-426–78695-6

Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher– Jule Müller

Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher– Jule Müller

Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher– Jule Müller