Katzenkönig – Charly Weller

Katzenkönig – Charly Weller

12. Dezember 2016 0 Von Markus

Katzenkönig – Charly Weller

Inhalt :

Der drit­te Fall für Kom­mis­sar »Worscht­fett«!

Schnel­le Schnit­te, star­ke Typen – Wie­der ein­mal ech­tes Kri­mi-Kino auf Papier aus Hes­sen.

Am Ran­de des Gie­ße­ner Güter­bahn­hofs wird ein her­ren­lo­ser Kof­fer gefun­den. Als man ihn öff­net, kommt etwas Schreck­li­ches ans Tages­licht: Ein männ­li­cher Tor­so.

Wer war der Tote, und war­um wur­de er so zuge­rich­tet? Der ein­zi­ge Hin­weis scheint zunächst ein mit Knast­tin­te auf­ge­tra­ge­nes Tat­too auf der Schul­ter des ver­stüm­mel­ten Kör­pers zu sein.

Die Ermitt­lun­gen füh­ren Kom­mis­sar Roman Worstedt nach Wien, wo sei­ne Kol­le­gin Regi­na Maritz sich gera­de auf den bevor­ste­hen­den Vien­na City Mara­thon vor­be­rei­tet.

Zwi­schen Heu­ri­gen-Schmäh und Pra­ter-Idyl­le kämpft Kom­mis­sar ›Pief­ke Worscht­fett‹ sich durch ein Gewirr von bizar­ren Ereig­nis­sen und kommt dabei Schritt für Schritt einem teuf­li­schen Ver­bre­chen auf die Spur.

Rezen­si­on :

Kom­mis­sar Worstedt wird inter­na­tio­nal. Sprich, er ermit­telt über die Gren­zen von Gie­ßen, oder bes­ser gesagt Deutsch­land, hin­weg. Man stel­le sich ein­fach mal eine Klein­stadt, wie es Gie­ßen nun mal ist, vor, wo an einem ein­sa­men Ort ein Kof­fer gefun­den wird, in dem dann auch noch der Tor­so eines Men­schen gefun­den wird. Ich kann euch sagen, dies wür­de in Gie­ßen so schnell rum gehen, so schnell erscheint die Gie­ße­ner All­ge­mei­ne oder der Anzei­ger nicht (ich will ja kei­ne Schleich­wer­bung machen, bei­de Zei­tun­gen haben ihren Wert)!

Nun haben wir ja eigent­lich zwei – Fäl­le zum einen der Tor­so und zum ande­ren der tote Hund von Worstedts Chef, der sich in der Wies­eckaue ver­gif­tet hat. Dazu muss ich sagen, das ist wirk­lich in Gie­ßen schon mehr­fach pas­siert, dass in dem Bereich Gift aus­ge­streut wur­de. Also auf­pas­sen, was die Hun­de so zu sich neh­men. Char­ly Wel­ler ist da haut­nah am Gesche­hen.

Kom­men wir nun zum Haupt­fall, den unser all­seits belieb­ter Worstedt ermit­telt. Er ver­mu­tet als ers­ter, dass in dem Kof­fer kei­ne Bom­be ist und dies bestä­tigt sich auch sehr rasch. Auch schafft er es rela­tiv schnell aber logisch die Ver­bin­dung nach Wien zu zie­hen, wo er zufäl­lig einen ande­ren Gie­ße­ner trifft.

Sei­ne Kol­le­gin Regi­na Maritz ist gera­de mit ihrem Freund Gui­do in Wien, wo sie sich auf dem dor­ti­gen Mara­thon vor­be­rei­tet.  Die bei­den haben kei­ne Lust dar­auf, Worstedt zu hel­fen. Das kann man ja auch ver­ste­hen, wenn man Urlaub hat, dann hat man Urlaub und nichts ande­res.

Worstedt kommt auch in Wien von einer schrä­gen Situa­ti­on in die nächs­te. Er bleibt allen immer im Gedächt­nis – mag es dar­an lie­gen, dass er mit­ten beim Fri­seur­ter­min zu dem Kof­fer­fund geru­fen wird und er mit dem hal­ben Haar­schnitt so aus­sieht, als wäre er unter einen Rasen­mä­her gera­ten, oder dar­an, dass er eini­ges an Wein ver­trägt.

Kom­men wir zum Fazit, bevor ich noch irgend­et­was ver­ra­te. Irgend­wie habe ich das Gefühl, dass „Worscht­fett“ lang­sam erwach­sen wird. Gut, es geht weni­ger um Gie­ßen in die­sem Band, auch ist das Mani­sche eher weni­ger gewor­den, aber dafür ist die Sto­ry irgend­wie bes­ser gewor­den. Der Film, der sich in mei­nem Kopf abge­spielt hat, war ein­fach run­der. Es war span­nen­der und es hat ein­fach Lust auf mehr gemacht. Es ist noch eine wei­te­re Per­son hin­zu­ge­kom­men, die auch irgend­wie in die Sto­ry passt. Ich kann seit die­sem Band sagen, es ist nicht unbe­dingt nur noch etwas für Gie­ße­ner und Umge­bung, wobei es sicher­lich noch immer Pas­sa­gen gibt, wo ein nicht-Gie­ße­ner erst­mal nach­schla­gen muss, was der Autor denn damit meint.

Ich will mehr und hof­fe, dass es noch eini­ge Fäl­le wer­den. Ich möch­te, dass Kom­mis­sar „Worscht­fett“ noch eini­ge span­nen­de Fäl­le löst, wobei es noch immer etwas schwie­rig ist, bei jedem Kapi­tel nach­zu­se­hen, wer spricht den gera­de da, aber wahr­schein­lich macht genau dies die­se Rei­he aus. Also wei­ter Char­ly Wel­ler! Die Welt braucht noch ein paar sol­che lus­ti­gen und span­nen­den Kri­mis.

Ver­lag: KBV – Ver­lag

ISBN: 978–3-95441–323-2

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