Mädchen für alles – Charlotte Roche

Mädchen für alles – Charlotte Roche

21. November 2015 0 Von Markus

Mädchen für alles – Charlotte RocheInhalt :

Das neue Buch von Char­lot­te Roche:

so unver­schämt böse wie komisch.

Ihre Ehe? Hor­ror.

Ihr Kind? Egal.

Ihre Zukunft? Rosig.

Denn sie hat jetzt ein Mäd­chen für alles. Und einen ziem­lich guten Plan.

Chris­ti­nes Leben ist per­fekt. Per­fekt lang­wei­lig, per­fekt ein­sam. Es muss sich was ändern, Hil­fe muss her. Die Hil­fe heißt Marie und ist Chris­ti­nes »Mäd­chen für alles«: Wäsche, Kochen, Baby. Ein Traum! Marie kann nicht nur alles, sie sieht sogar noch toll aus. Fin­det auch Chris­ti­nes Mann. Aber bevor der sie kriegt, nimmt Chris­ti­ne sie lie­ber sel­ber und ist begeis­tert, wozu Marie offen­bar alles bereit ist. Gemein­sam bege­ben sie sich auf eine unmo­ra­li­sche Rei­se mit einem gefähr­li­chen Ziel.

»Hier wird nicht geknif­fen, ich befin­de mich auf einer Mis­si­on, und die wird jetzt durch­ge­zo­gen.«

Rezen­si­on :

Mäd­chen für alles, ich muss geste­hen bei die­sem Roman hat­te ich am Anfang so mei­ne Pro­ble­me.

Char­lot­te Roche hat doch eine rela­tiv gro­be Art Din­ge zu beschrei­ben. Auch was das zwi­schen­mensch­li­che betrifft. Egal ob dies nun Chris­ti­nes eige­ne Fami­lie ist oder ob es nun ihr Mann oder sogar Ihr Kind ist, alles – so kommt es einem vor – ist ihr zuviel.

Sie ist ein­fach mit allem über­for­dert. Sie möch­te lie­bend ger­ne ihre Seri­en sehen oder ein­fach nur im Bett lie­gen. Doch dann kommt Marie ins Haus. Marie soll Chris­ti­ne im Haus­halt unter­stüt­zen. Marie steckt Chris­ti­ne auch ein wenig mit Ihrer Lebens­freu­de an, es macht auf ein­mal Spaß mor­gens wie­der auf­zu­ste­hen und sich schön zu machen oder zu kochen etc.

Man könn­te fast mei­nen, Chris­ti­ne hat sich in Marie ein wenig ver­liebt. Und irgend­wie gewinnt dadurch das Buch auch an Fahrt.

Wie gesagt, ich hat­te am Anfang ein wenig Pro­ble­me mit die­sem Buch, mit dem Schreib­stil von Char­lot­te Roche. Aber je mehr man sich mit die­sem Buch befasst, des­to mehr denkt man über die­ses Buch auch nach. Es war für mich nicht unbe­dingt ein Roman, den ich schnell lesen konn­te, aber es ist ein Roman, der einem auf eine unbe­stimm­te, nicht zu beschrei­ben­de Art und Wei­se, auch noch Tage spä­ter beschäf­tigt. Das liegt viel­leicht auch ein­fach dar­an, dass man Chris­ti­ne immer bes­ser ver­steht, war­um sie so über ihre Ehe denkt, oder auch über ihr Kind und ihre Eltern.

Für mich war die­ser Roman nach den ers­ten 50 Sei­ten, ein Roman, der mich auf der einen Sei­te abge­sto­ßen hat, aber auch in einer beson­de­ren Art und Wei­se ange­zo­gen hat. Dies liegt wahr­schein­lich dar­an, dass jeder von uns einen Teil Chris­ti­ne in sich hat, mit ihren Ängs­ten und Nöten.

Wahr­schein­lich auch des­we­gen habe ich mir mit dem Schrei­ben der Rezen­si­on noch ein wenig Zeit gelas­sen. Die­ses Buch wirkt durch das Ende  noch ein wenig nach und ich fin­de gera­de so etwas ist es doch, was einen Roman dann doch noch inter­es­sant macht, wenn man sich dabei erwischt über bestimm­te Din­ge doch noch ein wenig nach­zu­den­ken.

Viel­leicht soll­te man ein­fach mal in die Stadt gehen und ein wenig in die­sem Buch blät­tern und lesen. Aber macht es nicht so wie man­che Men­schen und lest erst das Ende, son­dern lasst euch von Frau Roche füh­ren, um das Ende ein­fach bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen.

Ver­lag: Piper

ISBN: 978–3-492–05499-7


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