Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin – Tanja Kinkel

Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin – Tanja Kinkel

6. November 2014 0 Von Markus

Inhalt :

Asi­en im 15. Jahr­hun­dert: In einer Zeit der Män­ner grei­fen zwei Frau­en nach der Macht.

Die Geschich­te Chi­nas und der Mon­go­lei wur­de durch sie geprägt: Man­duc­hai, Köni­gin der Mon­go­len, Wan, die wah­re Herr­sche­rin auf dem Dra­chen­thron.

Sie sind die mäch­tigs­ten Herr­sche­rin­nen ihrer Zeit – zu einem hohen Preis:
Man­duc­hai muss sich gegen unge­heu­re Wider­stän­de bis an die Spit­ze der Mon­go­len­hee­re kämp­fen. Ihr gefähr­lichs­ter Riva­le dabei ist aus­ge­rech­net ihre gro­ße Lie­be. Doch es gelingt ihr, und sie kann das Volk Dschin­gis Khans noch ein­mal zur alten Grö­ße füh­ren.
Wan war zunächst die Kin­der­frau des chi­ne­si­schen Kai­sers, dann sei­ne Gelieb­te, ehe sie in den Rang der kai­ser­li­chen Kon­ku­bi­ne auf­stieg und zur wah­ren Herr­sche­rin Chi­nas wur­de. Trotz­dem muss­te sie tag­täg­lich um die Gunst des Kai­sers gegen Eunu­chen, Minis­ter, Kriegs­her­ren und jun­ge schö­ne Riva­lin­nen kämp­fen. Doch erst in Man­duc­hai erkennt sie die eben­bür­ti­ge Geg­ne­rin, die ihr gera­de geform­tes Reich gefähr­det. So gibt sie den Neu­bau der total ver­fal­le­nen gro­ßen Mau­er in Auf­trag.
Als sich die Frau­en nach Jah­ren der Intri­gen und Krie­ge, nach Jah­ren des Mor­dens gegen­über­ste­hen, wis­sen sie, dass es in ihren Hän­den liegt, ob das Töten wei­ter­geht ..

Rezen­si­on :

Man­duc­hai, die letz­te Krie­ger­kö­ni­gin – als ich die­sen Titel des his­to­ri­schen Romans von Tan­ja Kin­kel gele­sen habe, war mein ers­ter Gedan­ke, gab es die­se Krie­ger­kö­ni­gin über­haupt.

Und mein zwei­ter Gedan­ke war, wie will Tan­ja Kin­kel das zu einem Roman ver­ar­bei­ten, zumal ja auch noch die Chi­ne­sin Wan, sprich die ers­te Kon­ku­bi­ne des Kai­sers von Chi­na, dar­in vor­kommt.

Schnell wur­de mir klar, dass es besag­te Per­so­nen wirk­lich gab und es noch ein Leben der Mon­go­len nach Dschin­gis Khan gab. Tan­ja Kin­kel beschreibt in einer packen­den Art und Wei­se das Leben der Mon­go­len und das Mit­ein­an­der mit dem Reich der Mit­te. Einem Mit­ein­an­der wo man nicht mit­ein­an­der kann, aber auch nicht ohne den ande­ren Staat leben kann.

Es zeigt ein­drucks­voll, dass zwei Men­schen, die eine Visi­on haben und alles dafür tun, am Ende doch Erfolg haben. Der his­to­ri­sche Roman von Frau Kin­kel besticht durch eine kla­re Struk­tur, die es ver­steht, einen von Anfang bis zum Ende in den Bann zu zie­hen, ohne jemals lang­wei­lig zu wer­den.

Im Gegen­teil – man ver­flucht die Mit­te des Romans weil man denkt, wow das Buch ist ja bald zu Ende.

Man lernt vie­les über die Denk­wei­se der Chi­ne­sen und der Mon­go­len, und dies auf eine fes­seln­de Art und Wei­se. Für mich per­sön­lich einer der bes­ten his­to­ri­schen Roma­ne der letz­ten Jah­re, wel­cher mir gezeigt hat, man kann auch ger­ne mal etwas über Völ­ker ler­nen, die man so nur bedingt auf dem Schirm hat.


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