Oxen – Das erste Opfer – Jens Henrik Jensen

Inhalt:

Der Nr. 1-Bestseller aus Dänemark

Niels Oxen, ein schwer traumatisierter Elitesoldat, zieht sich in die Einsamkeit der dänischen Wälder zurück, um seinen inneren Dämonen zu entkommen. Doch bei einem nächtlichen Besuch des Schlosses Nørlund wird er zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall: Hans-Otto Corfitzen, Exbotschafter und Gründer eines Thinktanks, wurde auf dem Schloss zu Tode gefoltert. Oxen gerät in die Fänge des dänischen Geheimdienstes. Seine einzige Chance: Zusammen mit der toughen Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck muss er die wahren Täter ausfindig machen. Die Spuren führen zu einem übermächtigen Geheimbund.

Rezension:

Oxen, tja was soll ich über ihn schreiben? Niels Oxen ist ein Soldat, der unter PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) leidet und mal wieder ein Held, mit einer gewissen psychischen Störung. Das wird ja immer mehr, war mein erster Gedanke. Dann fing ich an, es zu lesen und irgendwie fängt es sehr bedrückend an. Ein Mann der Containern geht, dabei erwischt wird und mit seinem Hund redet.

Dann der Verkehrsunfall in Spanien und ein Mann, der beim Kanu fahren ermordet wird. Der Inlandsgeheimdienst von Dänemark kommt dazu und der Mann, der sich eben noch aus den Containern der Supermärkte ernährt hat, entpuppt sich als  ehemaliger Polizist und anfangs erwähnter Kriegsheld, der sich jetzt in den Wäldern aufhält, die Hans-Otto Corfitzen gehören, der im dortigen Schloss wohnt.

Alles etwas strange, wie auch Margrethe Franck, die Geheimdienstmitarbeiterin. Man fühlt sich wie Oxen ein wenig überfordert und fragt sich, wer ist eigentlich hier der Gute und wer der Böse?

Und spätestens, wenn man sich diese Frage gestellt hat, ist man in der Geschichte drin und dies ohne, dass man es im ersten Moment so wirklich gespürt hat. Man riecht den Wald, die Umgebung versetzt sich immer mehr in die Person Oxen, fragt sich, wann endlich der Frühling einkehrt und warum es denn immer noch regnet.

Oxen vertraut niemanden mehr und so geht es auch dem Leser, da alle Personen prägnante positive und negative Eigenschaften haben. Es war irgendwie alles klar und doch verworren. Ich konnte die Ängste von Oxen spüren. Ich konnte verstehen, warum er den Fall unbedingt lösen wollte.

Es war die ständige subtile Präsenz des Geheimbundes zu spüren, auch wenn er nicht erwähnt wurde. Alles in allem war es schwer von dem Buch loszukommen und als ich das Buch beendet hatte war meine spontane Frage: Wo ist der zweite Band?

Es gibt noch offenen Fragen und man spürt, dass der Fall noch nicht ganz abgeschlossen ist. Es ist nun mal das erste Opfer und irgendwie habe ich das Gefühl, es können noch etliche dazu kommen.

Es ist eine Trilogie und ich glaube gerade darin steckt der Reiz, dass man weiß, da ist ein Ende, aber das Ende ist nicht in diesem Roman, im ersten Band, sondern da kommt noch etwas. Es ist eindeutig ein starker Auftakt, vor allem weil die Personen so genau gezeichnet sind. Sie sind nicht eindimensional, sondern vielschichtig. Wahrscheinlich muss der Held eine so starke Vita haben, so viel mitgemacht haben, denn ansonsten wäre er mit diesem Fall überfordert.

Ich würde mich freuen, wenn der zweite Band morgen in meine Hände fallen würde, aber das bleibt wohl Wunschdenken. Der Wunsch kommt wohl daher, dass der Autor eine Story schreibt, die man richtig gut nachverfolgen kann, und auch wenn man noch nie in Dänemark war, kann man sich die Umgebung sehr gut vorstellen – zumindest dann, wenn man gelegentlich mal in den heimischen Wald und mit offenen Augen durch die Welt geht. Dass man nach diesem Buch über Geheimbünde nachdenkt, liegt wohl in der Natur der Sache. Das Buch regt die Phantasie auch in dieser Richtung an.

Verlag: dtv – Verlag

ISBN: 978-3-423-26158-6


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