[Rezension] Für immer Zuckerfrei – Meine Glücksrezepte – Anastasia Zampounidis

[Rezension] Für immer Zuckerfrei – Meine Glücksrezepte – Anastasia Zampounidis

27. Juni 2019 1 Von Markus

Inhalt:

Unsere Ernährung beeinflusst maßgeblich, wie wir uns fühlen. Dass Zucker extreme Stimmungsschwankungen auslöst, hat Anastasia Zampounidis am eigenen Leib erfahren –erst seit sie dem süßen Gift abgeschworen hat, ist sie ausgeglichen und frei von Heißhungerattacken. Doch Lebensmittel können noch viel mehr! Negative Emotionen beruhen oft auf der Unterversorgung einzelner Organe, und wenn wir unserem Körper geben, was er braucht, kehrt auch die gute Laune zurück.

Inspiriert von Traditioneller Chinesischer Medizin, Ayurveda und der mediterranen Küche hat Anastasia Zampounidis Gerichte für jede Stimmungslage entwickelt. Vom entspannenden Hirse-Zimt-Porridge über tröstendes Quinoa-Sushi bis zu Mut machendem Mangoeis findet hier jeder das, was aktuell guttut – und gut schmeckt.

Rezension:

Über das Theorie-Buch „Für immer zuckerfrei“ habe ich ja schon berichtet. Nun sind die „Glücksrezepte“ dran. Mal gleich vorab, es ist absolut nicht notwendig, das andere Werk vorab gelesen zu haben. Es erleichtert allerdings, die Logik dahinter besser zu verstehen. Wichtig ist aber auch hier, dass „zuckerfrei“ nur bedeutet „ohne Haushaltszucker oder sonstige zugesetzte Zuckerstoffe“. Die Rezepte beinhalten viele süße Früchte und somit auch viele Kohlenhydrate, ergo Kalorien. Ein kurzer Teil zum Thema Zucker und ein Blick in die TCM und Ayurveda bildet den Start des Buches.

Ich hatte letztens Besuch von einem recht wählerischen Teenager, der unbekannten Lebensmitteln recht skeptisch gegenübersteht. Gemeinsam haben wir uns dann an ein paar Rezepten versucht. Gleich der Crunchy Frühstücksbrei auf Seite 45 stand dann auf unserer Testliste. Es war nicht so aufwändig, wie es erst erschien. Allerdings waren wir geschmacklich etwas enttäuscht. Uns fehlte schlicht die Milch. Der nächste Test mit dieser Sonderzutat war erfolgreicher. Es war zwar nicht mehr laktosefrei, aber uns hat es besser geschmeckt. Für mich gab es noch einen Kaffee à la Banana (S. 69). Sehr lecker, aber beides war etwas zu viel für ein Frühstück. Es war ja auch jeweils eine Mahlzeit. Manchmal scheint die Portion auf den ersten Blick etwas klein, ist aber nicht.  Wenn es jetzt wärmer wird, werde ich den auch mal als Eiskaffee probieren.

Vor einiger Zeit habe ich green Smoothies schon für mich zum Frühstück entdeckt. Der Smoothie Pink Heaven (S. 55) traf voll meinen Geschmack, genauso wie der Funny Smoothie (S. 118).

Die Kale-Chips (S. 74) sind lecker am Abend zum Fernsehen. Sie sind schnell gemacht und wenn es gerade keinen Grünkohl gibt (ist ja momentan keine Saison), geht auch Wirsing.

Ich war recht begeistert, dass ich sogar ein mir vertrautes Rezept entdeckte, dass mir meine TCM-Therapeutin empfohlen hatte. Der Hirse-Zimt-Brei (S. 120) schmeckt gut und hält lange satt. Zum Frühstück sind auch die Congees (S. 160) sehr gut. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man sollte es einfach mal probieren.

Manchmal ist es ja etwas kritisch, wenn man Familie und Freunde mit neuen Essgewohnheiten konfrontiert. Ich habe es mit der Schoko Torte (S. 123) versucht und war erfolgreich. Geschmacklich war es ein voller Erfolg, allerdings muss ich sage, wir fanden es sehr mächtig und als Dessert reichte der Kuchen für 8 Personen. Vor dem leckeren Ergebnis stand allerdings ein kleiner Kampf mit Küchengeräten und Zutaten. Haselnüsse und Mandeln waren für meinen Standmixerkein Problem. Die Datteln hatte ich in der kleinen Mulinette auch klein bekommen, aber alles zusammen ging nicht besonders gut im Standmixer, weil er einfach zu groß war. Da musste dann letztlich das gute alte Handrührgerät ran, aber auch so ging es und das Ergebnis war lecker.

Indische Gerichte mag ich sehr und daher habe ich auch noch die Ayurveda-Linsen (S. 162) probiert und auch die sind richtig gut. Dazu kommt, dass sie auch noch sehr schnell zubereitet sind. Einfach perfekt nach einem langen Arbeitstag.

Insgesamt sind die Rezepte sehr lecker und nicht immer ganz so aufwändig, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Manchmal fand ich es etwas zu süß, aber durch etwas weniger Trockenfrüchte lässt sich das prima steuern. Mir haben auch die Übersichten im Anhang sehr gut gefallen. Hier kann man nochmal kurz und knapp schauen, hinter welchen Namen sich Zucker auch international versteckt, welches Kraut wogegen gewachsen ist und erhält noch einen kurzen Überblick über die TCM-Ernährung.

 Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 978-3-431-04110-1