[Rezension] Bluthaus – Romy Fölck

[Rezension] Bluthaus – Romy Fölck

22. Januar 2020 0 Von Markus

Inhalt:

Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand Jo in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthaus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden …

Rezension:

Romy Fölck – da war doch mal was? Ja, der „Totenweg“, der erste Band der Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Dieser erste Band hatte mir ja schon sehr gefallen, aber auch der zweite Band „Bluthaus“, fängt schon sehr interessant an. Wieder stoßen wir auf Jo, die Freundin von Frida, mit der sie schon im Heim ein Zimmer geteilt hat und die auch schon im „Totenweg“ vorkam. Diesmal gerät Jo diesmal in Verdacht, eine ehemalige Polizeibeamtin brutal niedergestochen zu haben.

Je mehr man in die Story eintaucht, desto mehr denkt man wirklich, dass Jo die Polizistin niedergestochen hat. Selbst ihre Freundin Frida glaubt langsam nicht mehr, dass Jo unschuldig ist. Aber Frida ist so oder so nicht diejenige, die diesen Fall betreut, sondern es ist Haverkorns Fall. Dieser stellt aber überraschend fest, dass er eine erwachsene Tochter mit seiner ersten großen Liebe hat. Es kommt deswegen raus, weil seine Tochter dringend eine Lebendspende benötigt, da ihre Leber langsam versagt. Und selbst wenn man sein schwer krankes Kind erst spät kennenlernt, es ist doch klar, dass man helfen möchte, auch wenn in diesem Fall das Kind 40 Jahre alt ist.

Frida macht sich also, obwohl sie noch immer nicht im Dienst ist, alleine auf den Weg, ihre Freundin zu finden, die plötzlich verschwunden ist. Als Jo’s Harley in Holnis von einer Klippe stürzt, geht man davon aus, dass Jo sich umgebracht hat. Und dies genau in dem Ort, in dem dieses Bluthaus steht, in der eine Familie bis auf die Tochter umgekommen ist.

Man lernt immer wieder zwischendurch die Familie kennen, die in dem Haus umgekommen ist. Man merkt die Spannungen, die es in der Familie gegeben hat und man erfährt auch, dass man sich da nicht gerade die Wahrheit gesagt hat und wie Miriam, die Tochter, sich das erste Mal in eine Frau verliebt hat.

Man lernt verschiedene Menschen in Drei, einem Ort auf Holnis, kennen und irgendwie wachsen einem diese langsam ans Herz, genauso wie es auch Frida mit diesen Menschen geht.

Ich könnte nun noch einiges schreiben, wahrscheinlich ist es dann auch leichter zu verstehen, es gibt nun mal viele verschiedene Handlungsstränge, die da am Ende zusammengeführt werden, aber dann wird es schwierig, nicht zu viel über das Ende zu verraten. Ich kann euch aber versprechen, dass zum Ende klar wird, was Jo mit der ermordeten Familie zu tun hat, was aus der Tochter von Bjarne Haverkorn wird und wer der Mörder der Familie nun wirklich ist.

Und ich kann euch sagen, es ist wirklich spannend, das Buch zu lesen. Die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Es ist ein Pageturner – spannend geschrieben, mit einem Ende, das mich wirklich überrascht hat. Lasst euch doch auch einfach ein wenig überraschen und lest diesen Krimi.

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 978-3-404-17717-2