[Rezension] Final Control – Veit Etzold

Inhalt:

Was wäre, wenn wir nur noch die Wahl hätten zwischen totaler Kontrolle – und totalem Chaos?

Der erschreckend realistische Polit-Thriller von Bestseller-Autor Veit Etzold über den internationalen Kampf um die totale digitale Überwachung.

Vielleicht hätte Tom den Teufel sofort erkennen können. Doch er braucht einen Investor, und der charismatischen Milliardär Dairon Arakis verfügt über die nötigen Mittel.

Als Tom begreift, worum es Arakis wirklich geht, ist es beinahe zu spät: Über ein riesiges Hedge-Fonds-Konsortium hat der Milliardär italienische Banken reihenweise in den Bankrott getrieben und Europa steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Die Regierungen sehen sich vor eine Wahl gestellt, die vom Teufel selbst kommen könnte: totales Chaos oder totale Überwachung. In dieser Situation scheint die von Arakis angebotene chinesische Sicherheitstechnologie die einzige Lösung zu sein …

Brandaktuell, top recherchiert und an Spannung nicht zu überbieten: Veit Etzolds Polit-Thriller »Final Control« lässt die Supermächte China und Europa im Kampf um Sicherheit, Daten-Kontrolle und digitale Überwachung aufeinanderprallen.

Rezension:

Veit Etzold ist ja für mich ein Autor, der mir manchmal zu weit drüber ist, mit seinem Blut und der Brutalität. Deswegen war ich bei „Final Control“ etwas skeptisch, um dies mal so auszudrücken.

Doch diesmal lernte ich Veit Etzold von einer ganz anderen Seite kennen. Es ist faszinierend, Tom Bayne kennenzulernen, der eine Medizin-App entwickelt hat und dessen Firma in Shenzhen und Hamburg sitzt und die sämtliche Vitalwerte laufend überwacht und so kommt es in Hamburg zu erhöhten Jod-131 Werten, die zusammen mit Fake News im UKE Hamburg zuerst entdeckt werden.

Dairon Arakis, ein Investor, der mit der chinesischen Regierung gerne zusammenarbeitet, kommt auf den Plan, als Tom Bayne der kommunistischen Partei Chinas eine Absage erteilen will. Dairon will die Behandlung von Toms Vaters bezahlen, der an Bauspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist. Deswegen fühlt sich Tom in der Schuld stehend und will Arakis deswegen unterstützt.

Man merkt recht schnell, wie perfide der Plan ist, den Arakis und das Politbüro verfolgen. Sie versuchen, Italien und die EU zu trennen, in dem sie eine weitere Bankenkrise heraufbeschwören und somit eine Staatskrise hervorrufen, die die Eurozone mit in den Abgrund reißt. Dazu wollen Sie Überwachung verkaufen, wobei sie im Vatikanstaat damit anfangen wollen-

Es ist spannend und intelligent geschrieben. Man hat ständig das Gefühl, es kann sich genauso zutragen. Dass in China in Sachen Überwachung vieles möglich ist, was in Deutschland und Europa selbst in der USA nicht möglich ist, ist ja nicht ganz neu.

Veit Etzold zeigt die Strategien Chinas auf und zeigt damit auch, wie schnell sich diese Kultur bewegt und damit ihren Einfluss weltweit ständig erweitert. Das Buch ist toll recherchiert und noch besser geschrieben. Es wurden ganz andere Spannungsbögen verwendet als sonst. Ich habe schon lange einen guten Wirtschaftsthriller gesucht. Nun bin ich endlich fündig geworden. Leser, die einen Thriller zum Nachdenken haben möchten der vielleicht auch mal Denkanstöße für Banken und die Wirtschaft liefert, sind richtig gut beraten die 10,99 € für dieses Buch anzulegen.

Denn auch diesmal zeigt Veit Etzold auf, was möglich ist in, wenn es die Überwachung betrifft. Er beschreibt, wie China in vielen technischen Bereichen immer mehr aufholt. Wir sollten uns vielleicht nicht zu sehr in eine Abhängigkeit von China begeben. Während der Coronakrise haben wir das am Beispiel der Masken deutlich sehen können. Es lassen sich noch viel mehr Abhängigkeiten erkennen, wenn man genauer hinsieht. Mich hat dieses Buch wieder richtig neugierig auf Veit Etzold gemacht und vielleicht sollten Sie ihm auch mal eine zweite Chance geben. Ich kenne einige in meinem Umfeld, die fix und fertig waren, wenn sie einen Thriller von Herrn Etzold gelesen haben. Wenn sie diese Erfahrungen mit diesem neuen Buch vergleichen, werden sie den Unterschied sehr deutlich bemerken.

Verlag: Droemer Knaur

ISBN: 978-3-426-30709-0

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