[Rezension] Nachts im Wald – Kilian Schönberger

Inhalt:

So haben Sie den Sehnsuchtsort Wald noch nie gesehen

Kilian Schönberger, einer der bekanntesten Landschaftsfotografen Deutschlands, erkundet leidenschaftlich gern die nächtliche Natur vor unserer Haustür. Wenn er den künstlichen Lichtschein der menschlichen Siedlungen verlässt, taucht er ein ins Reich der Nacht. Dabei entdeckt er den Zauber von Vollmondnächten und sucht nach dem besten Ort, um die Milchstraße zu beobachten. Doch die Nachtwanderungen sind auch eine Herausforderung: Denn zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen gelten im Wald andere Gesetze als tagsüber. Schönberger berichtet von wilden Begegnungen, riskanten Situationen und einmaligen Erlebnissen. Im Schatten zwischen den Bäumen wartet jede Nacht eine Überraschung: Willkommen im dunklen Lebensraum von Wölfen, Wildkatzen und Glühwürmchen! Die Nacht ist ein Fest für alle Sinne. Lassen Sie sich in diesem Buch auf einen fantastischen Streifzug durch unsere nächtlichen Wälder entführen – mit spektakulären Fotos und Anregungen für Naturexkursionen für alle Wander- und Outdoorfans!

Rezension:

Nun bin ich ja als Kind, Jugendlicher, auch als Erwachsener mehr als einmal nachts im Wald gewesen und fotografiert habe ich früher auch sehr gerne, aber selten war ich alleine im Wald und genau deswegen war ich auf dieses Buch neugierig. Erst mal wird man auf das Verschwinden und somit das Finden der Dunkelheit aufmerksam gemacht. Interessant fand ich auch die Erklärung warum man immer wieder Angst im Wald hat, egal wir rational man ist.

Die Reise in den nächtlichen Wald beginnt in der Oberpfalz, und zwar in Tännesberg, einem kleinen Ort in der Nähe von Vohenstrauß. Woher ich das so genau weiß? Ich bin durch diesen Ort schon gelaufen, als ich mit meinen Eltern im Urlaub in Obertresenfeld war. Dies ist ein Dorf ein paar Kilometer von Tännesberg und dem Forst entfernt. Ich kann verstehen, dass der Autor auch diese Gegend als Startpunkt ausgewählt hat. Für Menschen, die gerne Wandern oder Wälder genießen möchten, ist es schön dort.

Auch der Sternenpark Rhön ist für mich als Hesse immer wieder eine Reise wert. Es ist schön, wenn man die Sterne ohne Lichtverschmutzung genießen kann. Er macht einfach neugierig, die Nacht zu erleben und zu genießen.

Dass er in der Oberlausitz auch noch Pfadfinder getroffen hat, lässt mein Herz einfach etwas höherschlagen. Allerdings bin ich stinkwütend auf den Gruppenleiter, der die Pfadfinderinnen ohne Kompass losgeschickt hat. Das ist absolut unverantwortlich. Allerdings weiß ich immer wo mein Kompass ist und habe wahrscheinlich schneller meinen Rucksack fürs Wochenende gepackt, als andere Leute eine Tasche für eine Nacht. Wenn ich hiken gehe, dann ist der Kompass immer ganz oben dabei. Ein Handy kann plötzlich ohne Akku sein und dann ist man recht schnell aufgeschmissen. Karte und Kompass kennen dieses Problem nicht. Dass Herr Schönberger den Pfadfinderinnen geholfen hat, ist vollkommen logisch, denn, wenn man draußen ist, hilft man gerne. Man kann ja selbst schnell in eine Notsituation kommen und dann ist man auf andere angewiesen. Diese Erfahrung habe ich selbst als Pfadfinder gemacht, egal ob in die eine oder andere Richtung.

Es ist äußerst spannend, wenn Kilian Schönberger nicht nur nachts unterwegs ist, sondern auch im Winter. Dies sind Fotos, wo man nur noch seine Sachen packen und losgehen möchte. Es sind Fotos, die dem Natur- und Wanderliebhaber in mir Fernweh bringen.

Aber bitte, eines sollte man immer bedenken, man sollte sich immer erst mal daran gewöhnen, sich im Dunklen zu bewegen. Sich im Wald zu bewegen, sollte immer wieder geübt werden. Man kann dabei Tiere stören, oder einfach nur über Wurzeln stolpern. Man sollte sich auch immer wieder Zeit nehmen, um auch die Gerüche im Wald mal zu genießen, und dann kann man dies noch etwas besser im Dunklen. Super ist es, wenn man immer genug zu essen und zu trinken dabeihat, auch gerne eine Tafel Schokolade oder Traubenzucker. Es ist einfach wichtig, damit man Flüssigkeit und Energie auftanken kann. Im Gebirge muss immer warme Kleidung und Regenjacke im Gepäck sein. Festes Schuhwerk ist Pflicht, am besten Wanderschuhe. Bitte nicht mit Turnschuhen oder Halbschuhen auf Wanderschaft gehen.

Dies nur mal so nebenbei bemerkt, denn es ist wirklich ein Buch, welches einem die Natur wirklich näherbringt und auf manche Dinge aufmerksam macht, wie z.B. die Lichtverschmutzung und ja, ich habe mich beim Lesen des Buches gefragt, wann ich das letzte Mal viele Glühwürmchen gesehen habe. Diese und andere Fragen habe ich mir oft gestellt. Meine Wanderschuhe habe ich schon mal frisch eingefettet. Ich bin gespannt, wann sie sich das erste Mal fragen, wo ihre Wanderschuhe stehen. 

Verlag: Goldmann Verlag

ISBN: 978-3-442-15992-5

Bei einem unserer Partner bestellen:

Werbung

Kommentar verfassen