[Rezension] Vergiftete Hoffnung – Mara Pfeiffer

Inhalt:

Als sich 05-Profi Finn Ringer überraschend bei Jo Zinn meldet, ist die wenig begeistert. Ausgerechnet Finn, dessen geplantes Coming-out ihr bester Freund mit dem Leben bezahlen musste. Doch als Finn von Ugonna Okorie erzählt, ist ihre journalistische Neugierde geweckt: Der jugendliche Flüchtling spielt in der U19 des FSV Mainz 05. Nach seinem Kurzdebüt im Profiteam gibt es Auffälligkeiten bei der Dopingprobe. Finn ist überzeugt: die Probe wurde manipuliert.

Jo stürzt sich in die Recherche, dankbar, privaten Schwierigkeiten zu entkommen: Freund Hans möchte mit ihr zusammenziehen, Sohn Luca will eine zweite Katze – und dann fordert sein Vater Tom auch noch das Sorgerecht für ihn. Jo möchte eigentlich nur ihre Ruhe. Doch je tiefer sie in die Story eintaucht, umso klarer wird ihr, dass hier eine enge Verknüpfung zu ihrem eigenen Leben besteht – und die Hoffnung auf Ruhe rückt in immer weitere Ferne.

„Prägnante Sprache kurzweilige Story ausgefeilte Dialoge. Mara Pfeiffer macht aus ihrem zweiten Mainz 05-Krimi ein Spiel um Leben Mut Intrigen und Tod. Wie beim Fußball spannend bis zum letzten Schuss aufs Tor!“ Fenna Williams

„Dramatik und Spannung wurden hier sehr bildhaft und ideenreich geschaffen. Eine Hommage an die Stadt Mainz und unseren Verein. Großartig!“

Fabrizio Hayer über „Im Schatten der Arena“

Rezension:

Wer mich kennt, weiß das ich auch etwas für die Eintracht aus Frankfurt übrighabe und da gibt es auch einige, denen ich bei Twitter folge oder mit denen ich schreibe. Eine Person ist Solveig Haas, die ich für das was sie schreibt sehr schätze. Sie hatte ein Interview mit der Autorin Mara Pfeiffer veröffentlicht, welches dann kurze Zeit später wieder gelöscht wurde, da die Seite für die sie es gemacht hat, es gekürzt und verfälscht wiedergegeben hatte. Dadurch bin ich über das Buch und den Verlag gestolpert, frei nach dem Motto, was für Solveig gut ist, kann für mich nicht schlecht sein. Also mit dem Verlag gesprochen und der Kontakt war hergestellt, wobei ich ja etwas Bauchweh hatte, da es ein Mainz 05 Krimi ist. Als das Buch da war, wurde sehr schnell ausgepackt und als hätten meine Nachbarn etwas dagegen, wurde ich bei jeder zweiten Seite gestört. Und ich meine damit auch wirklich gestört, denn das war mir schon bei der ersten Seite klar, Mara Pfeiffer kann schreiben und ich wollte es lesen.

Sehr schnell gewöhnt man sich an die Person Jo Zinn, die bei einer Mainzer Zeitung angestellt ist, genauer gesagt bei VRM. Der hat seinen Sitz in Mainz und zu dem gehört auch der Gießener Anzeiger. Dies ist die Zeitung, mit der ich groß geworden bin. Dazu kamen immer wieder Namen, die man einfach kennt, da ist der leider ehemalige Trainer Sandro Schwarz oder Danny Latza. Dadurch scheint alles fast real, obwohl es natürlich eine erfundene Handlung ist. Dennoch hat man irgendwie immer wieder das Gefühl, diese Person gibt es wirklich. Da ist die Affäre von Jo, die eigentlich mit Hans, einem Polizisten aus Mainz, eine Beziehung führt. Da sind die ewigen Probleme einer alleinerziehenden Mutter, die sich mit Sorge- und Unterhaltsangelegenheiten auseinandersetzen muss. Da ist die liebevolle Oma und der Sohn, der Jo immer wieder um den Finger wickelt. Die Mutter von Jo ist viel zu früh verstorben ist, aber trotzdem kriegt sie das mit ihrem Job noch immer gut gewuppt. Eine weitere wichtige Person ist Finn. Er erscheint immer wieder, obwohl sie nicht so mag, da er eine gewisse Mitschuld daran trägt, das Jos bester Freund tödlich verunglückt ist. Nun wendet er sich an sie wegen Ugonna Okorie, einem Flüchtling, der im ehemaligen DGB Haus in Mainz untergebracht ist und dem Doping unterstellt wird. Die Beziehungen runden das alles einfach ab und geben dem Buch noch die besondere Würze.

Ob ich diesem Roman nun Krimi nenne, oder einfach nur ein tolles Buch für zwischendurch, das ist egal, denn es hat Personen und Dialogen, die einem richtig gut tun. Aber, muss ein Krimi eigentlich immer einen Mord beinhalten? Ich hätte mir vielleicht noch ein wenig mehr Betonung auf die Problematik im Flüchtlingsheim mit Ugonna Okorie gewünscht.

Hey, diese Autorin kann schreiben und warum dann nicht ein wenig mehr Krimi, dafür noch mal 60 Seiten mehr? Ich denke, dass man die Autorin richtig gut schmökern kann, also es darf ruhig etwas dicker sein. Aber eines ist sicher, ich halte die Augen offen nach einem Mainz 05 Krimi von Mara Pfeiffer und von mir aus kann er schon in den nächsten Wochen auf meinen Schreibtisch flattern. Auch wenn ihr Mainz 05 nicht so mögt, solltet ihr diesem Roman eine Chance geben, denn ihr werdet kurzweilig unterhalten und bekommt noch etwas zum Nachdenken und lernt so nebenbei eine Stadt wie Mainz ein wenig kennen.

Verlag: Societäts-Verlag

ISBN: 978-3-95542-380-3

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