Und draußen stirbt ein Vogel  – Sabine Thiesler

Und draußen stirbt ein Vogel – Sabine Thiesler

28. März 2016 0 Von Markus

Inhalt:

Ner­ven­zer­rei­ßen­de Span­nung in der Tos­ka­na

Hass­erfüllt beob­ach­tet er die Autorin Rina Kra­mer bei ihrer Lesung. Jedes Wort von ihr macht ihn wütend. Sie hat ihn bestoh­len, hat sei­ne Ide­en und Gedan­ken geraubt. Er reist ihr nach, fin­det sie in ihrem idyl­li­schen Land­haus in der Tos­ka­na und mie­tet sich bei ihr ein. Wie ein harm­lo­ser Urlau­ber, aber beses­sen davon, sie zu ver­nich­ten.

Rina ahnt nicht, was der eigen­tüm­li­che Gast plant. Als sie end­lich die Gefahr erkennt, ist es bereits zu spät.

Rezen­si­on :

Sabi­ne Thies­ler, ist eine Autorin die ich vor­her nun wirk­lich noch nicht kann­te. Ich gebe es ja ungern zu, aber dem ist nun ein­mal so.

Also war ich mal wie­der recht neu­gie­rig, denn ich bin ja immer wie­der auf der Suche nach etwas neu­em. Frau Thies­ler schreibt über eine Autorin, wel­che selbst Thril­ler schreibt, die unter die Haut gehen. Rina Kra­mer heißt sie und ist gera­de auf Lese­rei­se. Etwas das wirk­lich die meis­ten Autoren aus eige­ner Erfah­rung ken­nen! Bei der letz­ten Lesung ist auch Manu­el dabei – der Stal­ker von Rina Kra­mer. Er ist selbst Autor und ist der Mei­nung, Rina Kra­mer klaue ihm sei­ne Geschich­ten aus dem Kopf. Es hört sich schon krank an. Ist es auch, wenn man bedenkt, dass er Rina Kra­mer sogar bis in die Tos­ka­na folgt.

Dort ist Rina die meis­te Zeit allei­ne. Sie wohnt auf ihrem Berg, da ihr Sohn ins Inter­nat geht und ihr Mann Regis­seur ist. Manu­el quar­tiert sich also in das Gäs­te­haus von Rina Kra­mer ein und plant sie umzu­brin­gen – oder was auch immer. So ganz ver­ste­he ich die­sen Men­schen nicht. Er ist ein­fach schwer zu fas­sen und für mich schwer zu ver­ste­hen. Aber ich glau­be, gera­de das macht die­ses Buch auch so fas­zi­nie­rend.

Frau Thies­ler ver­steht es ein­fach, einen in die­se Geschich­te mit zuneh­men. Sie the­ma­ti­siert die Pro­ble­me in einer offe­nen Ehe. Wenn bei­de Part­ner ihr Leben leben und sich eigent­lich nur auf sich kon­zen­trie­ren, bleibt einer der bei­den immer auf der Stre­cke. Dies kann zum einen der Mann sein, oder wie in die­sem Fal­le nun ein­mal die Frau.

Wenn sich dann auch noch ein „gestör­ter“ Mensch ein­quar­tiert und so gar nicht am sozia­len Leben der Per­so­nen teil­nimmt, son­dern sich eher nur im Dun­keln bewegt, so macht er einem, wie in die­sem Fal­le Manu­el, schlicht Angst. Es muss noch nicht ein­mal Blut flie­ßen oder irgend­et­was pas­sie­ren. Die gan­ze Geschich­te macht ein­fach nur Angst. Man fie­bert Stun­den­lang mit den Per­so­nen mit und denkt sich, war­um schickt Rina Manu­el nicht gleich nach hau­se?

Dazu pas­siert in der Tos­ka­na dann auch noch ein Mord an einer ande­ren Schrift­stel­le­rin und es gibt eini­ge Dieb­stäh­le. Neben­bei erfährt man noch eini­ges über das Leben von Pries­tern in Ita­li­en und es gibt auch eini­ge Miss­ver­ständ­nis­se.

Es klingt alles irgend­wie abge­dreht. Das ist es auch irgend­wie, aber es ist trotz­dem auf­grund der Schreib­wei­se der Autorin sehr schlüs­sig und man kann es sehr gut ver­ste­hen. Es ist für mich ein Thril­ler der beson­de­ren Art, da er zum einen so unauf­dring­lich beschrie­ben ist, aber trotz­dem auf eine wun­der­sa­me Art dann doch einem Gän­se­haut ver­ur­sacht und am Schluss will man nur noch mehr und es geht dann doch zu schnell zu Ende. Ich habe mir dann auf ein­mal noch mal 100 Sei­ten zu den 448 gewünscht.

Und was ich mir wün­sche – noch vie­le Thril­ler von die­ser Autorin. Sie ist etwas Beson­de­res und das muss von Men­schen, die Thril­ler und Kri­mis mögen, gele­sen wer­den.

Ver­lag: Hey­ne – Ver­lag

ISBN: 978–3-453–26968-2


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