Verborgen – Anna Simons

Verborgen – Anna Simons

26. Dezember 2018 0 Von Markus

Inhalt:

Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.

Neuer Job, neue Stadt – Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah …

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 Rezension:

Wie das Buch ist schon zu Ende? So ging es mir gestern Abend, als ich das Buch beendet hatte. Ich wollte nach dem Ende noch nicht schlafen gehen. Gut, das Ende war ein wenig überladen mit Erklärungen wieso und weshalb der oder die Täterin es getan hat. Aber was in den Seiten davor alles passiert ist, wie packend es war, Eva Korell dahin zu begleiten, dies war ganz großes Kino.

Nun aber erstmal der Reihe nach. Ich hatte auf der Buchmesse ein Interview mit Anna Simons. Das Buch kam nicht rechtzeitig (Post sei Dank) und die Kollegin aus der Presseabteilung gab mir den Tipp, lies doch mal schnell ein paar Seiten am Anfang und in der Mitte quer und das Ende. Das schaffen sie schon. Ich habe es versucht, aber selbst da wurde mir bereits klar, dass geht bei dem Buch nicht, und er wird für mich wohl nie gehen – auch nicht bei anderen Büchern. Mir wurde aber auch sehr schnell klar, wenn ich noch ein paar Seiten mehr lese, kann ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Ich habe es dann doch noch geschafft, das Buch aus der Hand zu legen. Mir war klar, dieses Krimi könnte ich nicht mehr weglegen, wenn ich erst einmal angefangen habe und genau so ging es mir nun wirklich auch beim intensiven lesen.

Man lernt Eva Korell kennen, sowie Kriminalhauptkommissar Brüggemann und ihrer besten Freundin Ann-Kathrin einer Journalistin bei einer Münchener Tageszeitung. Diese Personen sind, glaube ich, auch in den nächsten Bänden wichtig.

Nicole Ahrendt, die sie in dem Fall kennenlernt, könnte vielleicht auch noch eine Freundin werden, aber da bin ich mir nicht 100% sicher. Nicole ist die Frau eines Insassen des Gefängnisses in dem Eva arbeitet. Dieser hat seine Frau geschlagen und misshandelt. Er sitzt allerdings wegen einer Bagatelle ein und ist kurz vor der Entlassung. Nicole verschwindet plötzlich und der Hauptverdächtige ist der Ehemann, der, so denkt man, jemanden für die Entführung beauftragt hat.

Wie es dann wirklich ist und wieso, wird auf einmal so spannend, dass der Krimi immer mehr zu einem Pageturner wird. Man will immer mehr über Eva und Brüggemann erfahren und man möchte wissen, wie es ausgeht. Meistens fesselt mich ein Buch so richtig etwa 100 Seiten vor Schluss. Dann kann ich nicht mehr anders, als es ohne Unterbrechung bis zum Schluss zu lesen. Dies ging mir hier aber schon so ab Seite 150 von 430 Seiten.

Anna Simons schaffte es, mich schnell in einen Sog zu bringen, der mich dazu brachte alles um mich rum zu vergesse. Bis auf die sehr ausführlichen Erklärungen am Ende, die einem das Wieso und Warum näherbringen sollen, war es einfach spannend zu lesen. Es gab auch einige interessante Fallstricken, wobei mit einer Person wurde ich noch nicht so ganz warm und irgendwie hatte ich so das Gefühl, aus der kann noch ein richtiger Bösewicht werden. Wer? Selber lesen!

Mir ging es wie Nele Neuhaus – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und ich hoffe, dass die Autorin dieses Niveau auch in den folgenden Bänden halten kann. Ich würde es ihr und auch allen Krimi- und Thriller-Lesern wünschen.

Verlag: Penguin Verlag

ISBN: 978-3-328-10289-2