[Rezension] Das Mädchen und die Fremde – Sofie Sarenbrant

Das Mädchen und die Fremde

Klappentext:

Eine Mutter fürchtet um ihr Kind. Als Kriminalkommissarin Emma Sköld im Krankenhaus erwacht, hat sie zunächst keine Ahnung, was geschehen ist. Das Letzte, woran sie sich erinnern kann, ist, dass sie zum Pferdestall aufgebrochen ist und ihre vier Wochen alte Tochter bei ihrem Lebensgefährten Kristoffer zurückgelassen hat. Nun erfährt sie, dass sie nach einem Reitunfall fünf Monate im Koma gelegen hat. Doch war es wirklich ein Unfall? Und warum hat Kristoffer seine Exfreundin Hillevi ins Haus geholt, die sich rührend um die kleine Ines kümmert? Einzig ein Kollege von der Polizei steht ihr bei – er hat ebenfalls Zweifel an der Unfalltheorie. Aufregend und anrührend – der Bestseller aus Schweden

Rezension:

Wollt ihr wissen, wie manchmal bei mir die Auswahl getroffen wird welches Buch ich als nächstes lese? Da gibt es bei anderen Bloggern Bingospiele, wo zu einem Thema Bücher gezogen werden, so rund um Halloween zum Beispiel ein Gruselbingo. Ich dachte eigentlich: Och nöö, ich mache da nicht mir. Dann sah ich bei Wörterkatze bei dem Bingo das Buch „Der Mörder und das Mädchen“. Da kam dann auf einmal der Gedanke hoch, den Band danach habe ich doch auch, Den Krimi „Der Mörder und das Mädchen“ habe ich ja auch schon gelesen und er war gut.

Also Kerstin angeschrieben und ihr mitgeteilt, wenn sie das Buch zieht, da lese ich dann „Das Mädchen und die Fremde“ mit. Gesagt getan und so kommt es wie es kommen musste, der zweite Band war dann doch nicht in meinem SUB. Aber ich stehe ja zu dem was ich sage, also wurde das Buch schnell gekauft und auf meinen Tolino gezogen. Nun muss ich dazu sagen, dass Bücher, die ich auf dem Tolino lese immer länger brauchen, als wenn ich das Buch in der Hand habe. Irgendwie zieht mich das Buch in gedruckter Version immer mehr, als so ein E-Book, aber mal schnell bei einer Buchhandlung kaufen ist schon praktisch und die meisten haben ja mittlerweile wirklich einen guten Onlineshop. Da kann man auch sehr gut gedruckte Bücher bestellen und entweder abholen oder sich zuschicken lassen. Probiert das mal. Man muss nicht bei dem großen A so einkaufen, auch die kleinen Buchläden können dies sehr gut.

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Ich schweife ab. Es ist gerade wieder wie wenn ich mich mit jemanden unterhalte. Da komme ich auch gerne vom Hündchen zum Stöckchen. Wir sind also wieder mal in Stockholm bei Emma Sköld. Sie ist im Krankenhaus aus dem Koma erwacht, nachdem sie ja im Buch davor beim Reiten verunglückt war. Nun saß ich da und dachte, das kann ja öde werden, wenn da die Protagonistin nichts machen kann. Aber das stellte sich als Irrglaube heraus. Man lernt so langsam die Familie Sköld kennen. Da ist Kristoffer, der Mann von Emma, der seine Probleme mit der gemeinsamen Tochter hat. Da ist dessen psychisch sehr labile Freundin Hillevi, die ihr gemeinsames Kind tragisch verloren hatte. Da sind die Eltern und die ältere Schwester von Emma und natürlich der Kollege Nyhlen, der Emma als einziger glaubt, die immer wieder sagt, dass dies kein Unfall war.

Jetzt denkt man das wird kompliziert, wenn man immer wieder zwischen den Personen hin und her springen muss, aber irgendwie kann Frau Sarenbrant das mit dem hin und her schalten zwischen den Personen sehr gut. Man weiß immer sehr schnell, bei welcher Person man gelandet ist. Und ja ich habe mich sehr schnell auf eine Person eingeschossen, die die Böse ist und ja ich fand es ein wenig platt, aber irgendwie kann man das Buch nicht zur Seite legen. Es fesselt einen. Jede einzelne der Personen reizt einen. Man leidet mit Emma, die im Krankenhaus liegt und ihre Tochter nicht umsorgen kann. Man leidet aber genauso mit Kristoffer, der alles irgendwie nicht richtig schafft und die Tochter bei der Ex abliefert. Die Autorin schafft es immer wieder, einen mitzunehmen und zu fesseln. Man beleuchtet alles irgendwie von allen Seiten und zum Schluss wird klar, dass man nicht alles gesehen hat. Es plätschert teilweise etwas dahin und man will am liebsten schreien: „Da ist die böse Person!“. Doch ab der Hälfte des Buches nimmt die Handlung noch ein wenig Fahrt auf und gipfelt in einem Cliffhanger. Man steht da und will einfach nur noch weiterlesen. Es ist wie wenn man eine Serie sieht und dann in der letzten Folge der Staffel passiert irgendwas, was man nicht erwartet hat.

Jetzt sitze ich da, und schreibe diese Rezension und frage mich, was mache ich nun? Ich habe noch etliche Bücher hier liegen, die gelesen werden wollen, oder kaufe ich mir den nächsten Band der Reihe um Emma Sköld? Was mache ich nun? Sicher ist, dass ich sie weiter lesen werde. Irgendwann kommt sicherlich in meiner Bücherblase jemand auf die Idee, Sofie Sarenbrant zu lesen oder es ploppt irgendwo anders auf und ich werde dann wieder in meinem Lesesessel sitzen, um mich faszinieren lassen. Ich bin gespannt, wie die Autorin das weiter strickt, denn sie bleibt immer logisch und hebt nicht ab, um irgendwas zu erklären,

Mein Fazit bleibt. Ein guter Krimi mit tollen Personen und einer guten Autorin. Angenehmen Akteure, die man, egal ob nun gut oder böse, irgendwie liebhaben will und kann. Wie wäre es mit einer Liebesbeziehung zwischen ihnen und diesen Menschen? Die nächste Buchhandlung ist sicherlich nicht weit weg oder zumindest nur einen Mausklick entfernt.

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