Hey Kiddo

[Rezension] Hey, Kiddo – Jarrett J. Krosoczka

Klappentext:

Wie ich meine Mutter verlor, meinen Vater fand und mit Drogensucht in meiner Familie klarkommen musste – Autobiografisches Comic-Buch für Jugendliche ab 12 Jahren

Die Kunst zu überleben

Vater, Mutter, Kind – von wegen. Als Jarret in der Schule ein Bild seiner Familie zeichnen soll, hat er ein Problem. So einfach ist das bei ihm nicht. Seine Mom ist irgendwann verschwunden. Sein Dad? Jarrett weiß nicht mal, wie er heißt. Bleiben die Großeltern, bei denen er aufwächst. Und nie, nie, nie will ihm jemand erklären, was um ihn herum los ist. So muss Jarrett erst einmal selbst herausfinden, wer alles zu seiner Familie gehört …

Hey, Kiddo erzählt von Jarretts Suche nach der Wahrheit, wie er seine Mutter an die Drogen verliert und einen Vater zurückgewinnt. Und davon, wie er im Zeichnen seine eigene Stimme und Bestimmung findet.

Rezension:

Diesmal, war die Graphic Novel echt anstrengend. Es ist ein autobiographisches Werk von dem Autoren Jarrett J. Krosoczka, in dem er beschreibt, wie er aufgewachsen ist, nämlich bei seinen Großeltern, da seine Mutter süchtig nach Heroin ist. Er erzählt, wie er mit seiner Mutter alleine lebte und er berichtet immer wieder von Männern, die bei seiner Mutter ein und aus gingen. Auch wer sein Vater ist, ist nicht gleich klar.

Nach einigen Jahren bekommt sein Großvater das Sorgerecht für den kleinen Jarrett. Seine Großmutter ist ein wenig wie kauzig. Sie steht auf ihre Fernsehsendungen und will dann nie gestört werden, aber man merkt dennoch, obwohl sie immer etwas am Meckern ist, dass sie ihren Enkel liebt.

Seine Schulzeit ist etwas schwierig, da er nicht so sportlich ist, wie man das gerne sieht und seine künstlerische Begabung wird nicht richtig gefördert. Aber dies kennen wir ja generell in deutschen Schulen. Er hat ein paar Freunde und einen besonders guten Freund, wie ihn, so hoffe ich doch, jeder von uns hat. Einfach jemanden, auf den wir uns immer verlassen können.

Seine Großeltern fördern seine Begabung, soweit sie es können und sind immer für ihn da und machen sich auch ständig Sorgen um ihn. So wird er nicht auf die Schule geschickt, wo seine Freunde hingehen, weil dort ein Kind umgebracht wurde. Auch wenn er sauer auf seine Großeltern ist, wird er gerade in der, ihm am Anfang verhassten, Schule gefördert.

Der Autor beschreibt auch die Schwierigkeiten mit seiner Mutter, die im Gefängnis oder in einer Entzugsklinik ist. Es ist ein sehr gespaltenes Verhältnis. Auf der einen Seite, liebt er seine Mutter über alles, aber sie meldet sich selten bei ihm, ab und zu mal ein Brief, aber mehr kommt da nicht. Als sie zu Weihnachten mal bei ihrem Sohn mit dabei ist, spürt man doch wie weit sie von der Familie entfernt ist. Wobei auch sie tolle Momente hat, da ist der Schal, den sie für ihren Sohn und dessen Hamster gestrickt hat.

Es ist ein Buch, welches man lesen sollte Es hat viele Facetten und es ist so verdammt persönlich. Ich weiß nicht, ob ich so persönlich sein könnte wie der Autor. Die Zeichnungen sind doch recht dunkel, aber trotzdem voller Leben. Es ist auf der einen Seite beklemmend, aber auf der anderen Seite doch sehr warmherzig, mit so viel Gefühl, dass einem ab und zu die Tränen kommen.

Gerade die Kleinigkeiten machen es aus. Man spürt die Ängste und Nöte und die Liebe die zwischen den Personen besteht. Vielleicht ist so ein Buch gerade wichtig, um Kinder von den Drogen fernzuhalten oder auch um den Kindern aufzuzeigen, dass alles auch seine guten Seiten hat. Es ist zwar traurig, wenn sich die Eltern nicht kümmern (können), aber es ist gut, wenn man bei liebevollen Großeltern aufwächst. Besonders finde ich, dass er nichts schönt, aber auch nichts noch schlimmer macht. Es ist alles irgendwie auf den Punkt und danke für solche Graphic Novels. Gerne mehr davon!

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