Die Filiale

[Rezension] Die Filiale – Veit Etzold

Klappentext:

Knallhart & beängstigend realistisch:

»Die Filiale« ist der erste Band von Veit Etzolds großer Thriller-Reihe um Laura Jacobs, die als richtige Frau im falschen Job in einen mörderischen Finanzskandal verwickelt wird.

Laura Jacobs kann es kaum glauben, als sie den Brief ihres Arbeitgebers öffnet: Eben noch hat sie bei einem Banküberfall auf ihre Filiale ein Blutbad verhindert – jetzt hält sie die Kündigung für den Mietvertrag ihres Zuhauses in der Hand!

Die Bank, der neben Lauras Haus eine ganze Reihe von Immobilien in Berlin gehört, will die Grundstücke an einen Investor verkaufen. Lediglich Lauras früherer Chef hält zu ihr und stellt sich gegen das Geschäft. Doch als er sich plötzlich für den Mord an einer Prostituierten verantworten muss, wird Laura klar, dass sie es mit etwas weitaus Schlimmerem als einem gierigen Immobilienhai zu tun hat.

Bestseller-Autor Veit Etzold ist Experte für internationale Wirtschaft und Finanzwesen. Seine Thriller garantieren hoch spannende, brisante und top recherchierte Unterhaltung, die der Realität manchmal nur einen kleinen Schritt voraus ist.

Rezension:

Veit Etzold und ich, ich muss ja sagen, in letzter Zeit hatte ich immer mehr das Gefühl, könne nur härter und brutaler schreiben. Deswegen war ich in letzter Zeit etwas sparsam mit seinen Büchern. In „Die Filiale“ schlägt er allerdings einen anderen Ton an. Aber ganz langsam, erstmal komme ich zu dem was in dem Buch passiert.

Laura Jakobs, ist eine Bankangestellte, die in einen Banküberfall mit drei Räubern gerät. Sie behält im Gegensatz zu ihrer Kollegin Sandra einen kühlen Kopf und bekommt die Bankräuber aus der Filiale, so dass die Bank „nur“ Geld verloren hat, aber keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

Ein Tag später wird sie von ihrem neuen Chef Thomas Fischer zur stellvertretenden Filialleiterin vorgeschlagen und muss ein paar Tage später nach Frankfurt zu einem Seminar. An dem Tag als die Bank überfallen wurde, wurde sie aber auch informiert, dass die Bank sie aus dem Haus „schmeißt“ in dem sie wohnen, sprich den Mietvertrag kündigt, wie bei allen anderen, die in der Siedlung wohnen. Diese Siedlung gehört der Bank, in der Laura arbeitet und wird zu einem Spekulationsobjekt.

Ihr Mann Timo versucht Geld zum Kauf des Hauses durch Spekulation an der Börse zu bekommen und hält sich aber nicht an die Vorgabe seines Versprechens nur 500 € einzusetzen und verzockt so 30.000 € innerhalb von ein paar Tagen, während Laura in Frankfurt ist.

Ein paar Tage später entdeckt sie durch einen Zufall, dass Gelder von Bankkunden, die gestorben sind und wo das Erbe noch nicht geklärt ist auf bankinterne Konten umgeleitet wurden und zwar mit ihrem Disposchlüssel und dem von dem Vorgänger, von Thomas Fischer.

Dieser Vorgänger wird dann auch noch verdächtigt, eine Prostituierte umgebracht zu haben, als er das mit den Buchungen publik machen will.

So viel zum Inhalt, sonst erzähle ich noch, zu viel und ihr sollt ja das Buch selbst lesen. Aber meine Gedanken zu dem Buch sind auch sehr vielschichtig. Ich habe ja am Anfang geschrieben, dass ich in den letzten Jahren zu viel Blutrünstiges hatte. Meine Wahrnehmung war zuletzt, Veit Etzold könne nur noch immer brutalere Dinge beschreiben. Es war mir teilweise zu viel, auch wenn ich seinen Schreibstil und die Themen immer sehr geschätzt habe.

Aber diesmal ist alles anders und das ist gut so! Er zeigt mir wieder, dass er nicht nur hart und brutal sein kann, sondern das er schwierige und harte Themen einem auch ohne Grausamkeit näherbringen kann.

Er beleuchtet die komplexen Momente in einer Bank, Möglichkeiten, die sich einem Bankangestellten bieten könnten. Es geht unter die Haut, selbst ohne Brutal zu sein, da man immer wieder das Gefühl hat, das ist so, oder so könnte es ablaufen.

Man versteht die Gedankengänge von Laura, eine sehr toughen Frau, die ihren Weg geht, ohne dass sie es eigentlich so wirklich geplant hat. Sie wächst einem einfach ans Herz, ohne Sentimentalität. Veit Etzold zeichnet eine normale Frau, ein normales Umfeld, mit ganz normalen alltäglichen Problemen, aber alles ist spannend. es fließt einfach so dahin, ohne seicht zu sein. Ich denke das Fesselnde ist, dass alles so normal ist, dass man sich vorstellen kann, es könnte einem auch passieren. Er erzeugt dadurch einen Thrill, den man gerne liest, der einen beschäftigt und nicht loslässt, auch wenn man abends noch im Bett liegt und darüber nachdenkt.

Lieber Veit Etzold, danke, dass Sie mir einfach mal wieder gezeigt haben, dass Sie auch anders schreiben können und trotzdem mir sehr gut unter die Haut gehen konnten. Es ist ein Wirtschaftsthriller der besonderen Art, wo ich mich schon jetzt auf die neuen Bücher der Reihe freue, denn wie gesagt, Laura Jacobs weiß, mich durch ihre unaufdringliche und normale Art zu begeistern.

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